Ablehnung der Initiative 3259 'Wahlverfahren Bundestagswahl: Frauen- und Männerliste getrennt wählen, per Reisverschluss zusammenführen' in Thema 1819 in 'Satzung und Parteistruktur'
Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/1819.html
Die Initiative wurde abgelehnt.
- Zustimmung: 223
- Enthaltung: 164
- Ablehnung: 419
Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/3259.html
Wahlverfahren Bundestagswahl: Frauen- und Männerliste getrennt wählen, per Reisverschluss zusammenführen
Meinungsbild
Die Liste für die Bundestagswahl soll wie folgt aufgestellt werden:
Es gibt eine Frauenliste, auf der nur Frauen gegeneinander kandidieren dürfen. Es gibt eine Männerliste, auf der nur Männer gegeneinander kandidieren dürfen. Dabei steht es jedem Mitglied frei, für eine der beiden Listen zu kandidieren, entsprechend der Selbstbestimmung der geschlechtlichen Identität. Die Versammlung entscheidet darüber, ob das Mitglied in der jeweiligen Liste gewählt werden soll.
Die beiden Listen werden iterativ, d.h. Platz für Platz gewählt.
Nachdem die beiden Listen gewählt worden sind werden sie per Reißverschluss zusammengeführt. Mit welcher Liste begonnen wird entscheidet das Los. Die Mitglieder der Liste, auf die das Los entfällt können per einfacher Mehrheit beschließen, auf den Vorzug zu verzichten. Dann bekommt automatisch die andere Liste den Vorzug.
Begründung
Ich finde dieses Wahlverfahren einfach interessant. Ich will keine ideologische Diskussion darüber führen, ob es gut oder schlecht ist. Ich will einfach herausfinden, ob es in der Piratenpartei eine Mehrheit hätte.
Bei der Listenaufstellung soll kein binäres Geschlechterbild bestärkt werden. Wir müssen uns aber darüber im klaren sein, dass die meisten potentiellen Wähler primär die Geschlechter “Mann” und “Frau” unterscheiden. Wenn beide Listen zeigen, wie vielfältig wir diese Kategorien auslegen, schaffen wir damit vielmehr einen Beitrag zur Überwindung der Binarität.
Alle Initiativen des Themas 1819:
- Wahlverfahren Bundestagswahl: Frauen- und Männerliste getrennt wählen, per Reisverschluss zusammenführen
- Wahlverfahren Bundestagswahl: Verhältnis von Männern zu Frauen umgekehrt im Verhältnis zur letzten Listenaufstellung
- Keine Quotierung nach Geschlecht bei Listenaufstellungen
- Wahlverfahren wird von den Landesverbänden entschieden, Subsidiaritätsprinzip auch im Liquid achten.
- Ablehnung geschlechtlicher Einordnung
- Ablehnung einer Quote bei der Listenaufstellung (alternative Begründung)
- Charakter- statt Geschlechterquote
- Die piratige Quote: Die flexible Mindestquote mit der Option Geschlecht: „Andere“
- Wahlverfahren Bundestagswahl: “Quotenfähiges” Reißverschlussverfahren
- Durch Flausch und persönliche Ermutigung Piratinnen darin bestärken, sich auf Posten zu bewerben
- Arschlochquote für die Listenaufstellung
- Weiblicher Pirat auf Listenplatz eins (Soziale Entscheidung statt Quote)
- Die Wahl der Listenplätze nur auf Basis der Fähigkeiten: Anonyme Kandidatur
Vorschläge der Initiative: