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Der Begriff des Terrorismus umfasst in der öffentlichen Debatte mitnichten nur islamistischen Terror. Auch beim NSU ist immer von Terror die Rede, genügend andere Beispiele gibt es auch. Wikipedia liefert hier eine gute Quelle.
Unter Terrorismus ([[Latein|lat.]] lang|la|terror „Furcht, Schrecken“) sind Gewalt und Gewaltaktionen (wie z. B. [[Entführung]]en, [Attentat]e, Sprengstoffanschläge etc.) gegen eine politische Ordnung zu verstehen, um einen politischen Wandel herbeizuführen. Der [Terror] dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten oder Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen.<ref> Definition nach Peter Waldmann: Terrorismus und Bürgerkrieg. Der Staat in Bedrängnis. Gerling Akademie Verl., München 2003, ISBN 3-932425-57-X.</ref> Terrorismus ist keine [[militär]]ische Strategie, sondern primär eine Kommunikationsstrategie.<ref name=”Bockstette” /><ref> vgl. André M. Malick Al-Qa’idas Interpunktion von Ereignisfolgen. Eine Konfliktanalyse unter kommunikationstheoretischen Gesichtspunkten nach Watzlawick. Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt 2011, ISBN 978-3-86676-163-6 </ref> Terroristen streben zwar nach Veränderungen der bestehenden Ordnung, doch greifen sie nicht militärisch nach Raum (wie z. B. der [Guerillero]), sondern wollen das Denken besetzen und dadurch Veränderungsprozesse erzwingen.
Es gibt keine allgemein akzeptierte wissenschaftliche Definition von Terrorismus. Schwierigkeiten bereitet insbesondere die Abgrenzung von Terrorismus und [(Politik)|politischem Widerstand] - typischerweise werden Personen und Bewegungen, die von einer Seite als gewalttätige, aber [[Legitimität|legitime]] [[Untergrundbewegung|Untergrund-]] oder [[Widerstandskämpfer]] angesehen werden, aus einem anderen Blickwinkel als Terroristen bezeichnet, und umgekehrt. Die verschiedenen [[Recht|juristischen]] Definitionen des Begriffs, ob im nationalen [Strafrecht] von Staaten oder im [[Völkerrecht|internationalen Recht]], sind häufig aus ähnlichen Gründen umstritten.
Personen und Gruppen, die Anschläge verüben („Terroristen“ oder „Terrororganisationen“), werden von Politik und Medien oft vereinfachend als „der Terrorismus“ bezeichnet, etwa in Begriffen wie „der internationale Terrorismus”. Der Begriff [Staatsterrorismus] bezeichnet staatlich organisierte oder geförderte Gewaltakte, die nicht auf gesetzlicher Grundlage beruhen bzw. als terroristisch bewertet werden.
Die Worte Terrorismus, Terrorist und terrorisieren wurden erstmals im [Jahrhundert] zur Bezeichnung einer gewaltsamen Regierungsmaßnahme verwendet.<ref>Tilly, Charles (2004): „Terror, Terrorism, Terrorists“, Sociological Theory 22 (1): 5-14, S.8.</ref> Im Zusammenhang mit der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] wurde der „[[Großer Terror (Frankreich)|Terror des Konvents]]“ von 1793 bis 1794 ausgerufen, als die Regierung alle als [konterrevolution]är eingestuften Personen hinrichten oder inhaftieren ließ. Dabei wurden unter anderem [XVI.], [Antoinette] und [Bécu, comtesse du Barry|Gräfin Dubarry] [[Guillotine|guillotiniert]]. Bereits 1795 findet der Begriff Terrorismus Eingang in den deutschen Sprachgebrauch. Er ist zunächst synonym mit der Schreckensherrschaft der Jakobiner in Frankreich und wird ab den 1820er Jahren auf Kunst und Ästhetik übertragen.
Eine objektive Eingrenzung des Begriffs Terrorismus ist schwierig, da er von den jeweils herrschenden Regierungen gerne als Legitimation, zur Denunzierung ihrer Gegner – manchmal auch unabhängig davon, ob diese Gewalt anwenden oder nicht – und zur Rechtfertigung eigener Gewaltanwendung gegen vermeintliche oder tatsächliche Feinde der gegenwärtigen Staatsordnung herangezogen wird.
Von [Widerstandsbewegung]en, [Guerilla]s oder [[Befreiungsbewegung|nationalen Befreiungsbewegungen]] unterscheidet sich der Terrorismus weniger durch die Wahl seiner Waffen als in der Wahl seiner Ziele: Eine nationale Befreiungs- oder Widerstandsbewegung ist zumeist militärisch raumgreifend, der Terrorismus dagegen versucht, mit seinen Gewaltakten möglichst große Aufmerksamkeit zu erlangen, um geschlossene Machtstrukturen zu untergraben und die Angreifbarkeit solcher Strukturen zu exemplifizieren und der Bevölkerung öffentlich zu erschließen.
Auch verschwimmen in länger bestehenden terroristischen Organisationen nicht selten durch eine [Kommerzialisierung] („Gewaltunternehmertum“ nach [Elwert|Elwert]) die Grenzen zur [Kriminalität|organisierten Kriminalität] (zum Beispiel finanzierten sich [IRA] und [Ta Askatasuna|ETA] teilweise durch [Schutzgelderpressung] bei örtlichen Unternehmern.<ref>Vgl. Soziologie der Kriminalität: theoretische und empirische Perspektiven (2002), Seite 98).</ref>)
Was als Terrorismus zu bezeichnen ist und was nicht, dazu gibt es weder in der politischen Praxis noch in der Forschung eine einheitliche Definition.<ref>Bruce Hoffman: Terrorismus – Der unerklärte Krieg, Frankfurt 2006, ISBN 3-10-033010-2 S.21-80</ref><ref>[für politische Bildung|bpb]: Die Definition von Terrorismus, abgerufen am 22. November 2011</ref> Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erarbeitete 2004 in [1566 des UN-Sicherheitsrates|Resolution 1566] eine völkerrechtlich verbindliche Definition<ref>vgl. Adam Roberts: The ‘War on Terror’ in Historical Perspective, in: Thomas G. Mahnken und Joseph A. Maiolo: Strategic Studies – A Reader, Oxon: Routledge 2007, 398.</ref>, wenngleich sie bislang noch keine umfassende Anerkennung gefunden hat. Die Grenze zwischen „[[Widerstandskämpfer]]“ und „Terrorist“ ist weltanschaulich geprägt und daher oft strittig. Der Soziologe [Hess] findet in der Begrifflichkeit ein Problem, da es im Auge des Betrachters läge. Wen manche als Terroristen nennen, können andere als Gotteskrieger, Revolutionär oder Freiheitskämpfer definieren. [Reeve Baxter], ehemaliger Richter am [Gerichtshof|Internationalen Gerichtshof], äußerte sich wie folgt: :Wir haben Grund zu bedauern, dass uns ein [[Rechtswissenschaft|juristischer]] Begriff des Terrorismus jemals auferlegt wurde. Der Begriff ist unpräzise; er ist mehrdeutig; und vor allem dient er keinem entscheidenden juristischen Zweck.<ref>Originalwortlaut: „We have cause to regret that a legal concept of terrorism was ever inflicted upon us. The term is imprecise; it is ambiguous; and, above all, it serves no operative legal purpose.“ Zit. n. [of New South Wales]: What is ‘terrorism’? Problems of legal definition, 2004.</ref> So existiert für nahezu jeden [Staat] eine andere Definition von [Terror]. In den [Staaten von Amerika|USA] gelten darüber hinaus verschiedene Definitionen der einzelnen Behörden.<ref>[[Universität von Oklahoma]]: International Law: Blaming Big Brother: Holding States Accountable for the Devastation of Terrorism, 2003.</ref> Dabei spiegelt die Definition die Prioritäten und besonderen Interessen der jeweiligen Behörde. So begreift das US-Außenministerium gewaltsame Akte dann als terroristisch, wenn sie sich gegen [[Kombattant|Nichtkombattanten]] richten, während das Ministerium für Heimatschutz bereits dann von Terror spricht, wenn wichtige Infrastruktur angegriffen wird.<ref>Bruce Hoffman: Terrorismus – Der unerklärte Krieg, Frankfurt 2006, ISBN 3-10-033010-2S.68f.</ref> Im Jahre 1988 existierten bereits 109 verschiedene Definitionen von dem Wort „Terror“ und diese Anzahl dürfte speziell nach dem 11. September 2001 weit gestiegen sein.<ref> Vgl. [of New South Wales]: What is ‘terrorism’? Problems of legal definition, 2004.</ref> Einige Terrorismusforscher unterscheiden zwischen den Begriffen „Terrorismus“ und „Terror“. Demnach wird eine gewaltsame Methode als Terror verstanden, wenn sie von einem Staat angewendet wird, was auch als [Staatsterrorismus] bezeichnet wird. Diese Bezeichnung ist aber zumindest in den anderen Definitionen nicht enthalten. In der Terrorismusforschung wird Terrorismus als gewaltsame Methode verstanden, die nicht zuletzt gegen Zivilisten und zivile Einrichtungen gerichtet ist. Der Freiheits- oder Widerstandskämpfer wendet zwar physische Gewalt an, doch beschränkt er sich dabei vornehmlich auf militärische Ziele und beabsichtigt damit unmittelbar die Ziele seiner Organisation zu erreichen. Im Gegensatz dazu geht es dem Terroristen primär um die psychischen Folgen der Gewaltanwendung. Die [Violenz] des Terroristen ist kommunikativ und indirekt, der Terrorist kann sein Ziel nur über Umwege erreichen.<!—5-→ Seine Kommunikation ist an sein Opfer, das ein Staat und seine Apparate sein kann, oder auch Zivilisten gerichtet. Der Freiheits- oder Widerstandskämpfer beschränkt sich dabei vornehmlich auf militärische Ziele.
Die Disziplin der Terrorismusforschung ist neueren Datums und hat bisher ebenfalls keine allgemeingültige wissenschaftliche Definition hervorgebracht. Erstmalig fand der Begriff während der Französischen Revolution Anwendung, hatte jedoch im Gegensatz zu seiner heutigen negativen Behaftung einen positiven Beiklang. Das so genannte „regime de la terreur“ der Jahre 1793/94, von dem sich sowohl das englische Wort „terrorism“, wie auch der deutsche Begriff herleitet, galt als Instrument zur Durchsetzung von Ordnung in der von Unruhen und Aufständen gezeichneten anarchischen Zeit nach der Erhebung von 1789. Es zielte darauf ab die Macht der neuen Regierung durch die Einschüchterung von Kontrarevolutionären und Andersdenkenden zu festigen. Einer der geistigen Motoren der Revolution, Maximilien Robespierre, fasst sein Verständnis von Terror in jener Zeit wie folgt: „Terror ist nichts anderes als Gerechtigkeit, sofortige, unnachsichtige und unbeugsame Gerechtigkeit; er stellt daher eine Ausdrucksform der Tugend dar“ (Berhane 2011). Jedoch erst die Verkopplung mit den Massenmedien machte den Terrorismus zu einer weltweit politisch-militärischen Strategie. Nach Bockstette kann Terrorismus wie folgt definiert werden: Terrorismus ist der nachhaltige und verdeckt operierende Kampf auf allen Ebenen durch die bewusste Erzeugung von Angst durch schwerwiegende Gewalt oder der Androhung derselben, zum Zweck der Erreichung eigener politischer Ziele. Dies geschieht unter teilweiser Nichtachtung von existierenden Konventionen der Kriegsführung. Hierbei wird versucht, höchstmögliche Publizität zu erlangen. Demnach ist die Erzeugung von Schrecken ein wichtiger Bestandteil der Definition.<ref name=”Bockstette”> Bockstette, Carsten: „ Terrorismus und asymmetrische Kriegsführung als kommunikative Herausforderung“. In: Carsten Bockstette, Siegfried Quandt, [Jertz] (Hg.) (2006) Strategisches Informations- und Kommunikationsmanagement. Handbuch der sicherheitspolitischen Kommunikation und Medienarbeit; Bernard & Graefe Verlag </ref>
Terrorismus kann nach Bockstette ein Teil eines asymmetrischen Konfliktes sein und trägt einen Konflikt mit geringfügigen Ressourcen gegen eine deutlich überlegene Macht mit gewaltsamen Mitteln aus dem Untergrund aus. Oft reklamieren terroristische Gruppen für sich, Guerilleros zu sein und einen [Partisan]enkampf mit unkonventionellen Methoden des Gewaltgebrauchs aufgrund ihrer militärischen Unterlegenheit führen zu müssen. Terroristen allerdings sind im Vergleich zu Partisanen normalerweise nicht in der Lage, eine direkte militärische Konfrontation zu überstehen und meiden diese, da sie dem Gegner in Anzahl und Ausrüstung unterlegen sind. Terroristen achten, anders als Partisanen, nicht auf die physischen, sondern schwerpunktmäßig auf die psychischen Folgen ihrer Anschläge.<ref name=”Bockstette” />
Nach der umfangreichen Definition von Pehlivan ist Terrorismus die Erzeugung von Schrecken
Vom Terrorismus unterschieden werden kann der Terror, die Schreckensherrschaft als ein Machtmittel (prima ratio) durch Staaten gegenüber der eigenen Bevölkerung.
„Der […] Guerilla besetzt tendenziell den Raum, um später das Denken gefangen zu nehmen, der Terrorist besetzt das Denken, da er den Raum nicht nehmen kann.“<ref>Franz Wördemann unter Mitarbeit von Hans-Joachim Löser: Terrorismus. Motive, Täter, Strategien.. München u. Zürich: Piper 1977. S. 57.</ref> Dieser Satz [Wördemann]s ist möglicherweise die umfassendste Begriffsdefinition von Terrorismus. Er grenzt den Terrorismus von anderen Gewaltkonflikten ab wie zwischenstaatlichen Kriegen, Guerillakriegen und vom Kriegsunternehmertum. Dies schließt jedoch nicht aus, dass sich Akteure letztgenannter Konflikte auch terroristischer Mittel bedienen. Terroristische Aktionen sind nach gängiger Auffassung Gewaltanwendungen gegen zivile Ziele und [Nichtkombattant]en mit dem Vorsatz, Furcht und Schrecken zu verbreiten sowie möglicherweise bei einer Drittpartei um Sympathie und Schadenfreude zu werben mit der Absicht auch, das bestehende Herrschaftssystem auszuhöhlen und umzustürzen.
Anstelle eines Versuches, den Begriff Terrorismus an sich zu definieren, soll das schon beschriebene moralische Dilemma am Beispiel des Umgangs der Vereinten Nationen mit dem Terrorismus illustriert werden, das auch von Hoffman 2002 beschrieben wird:
;Beispiel Nach der [von München] bei den [Sommerspiele 1972|Olympischen Spielen 1972], in deren Verlauf elf [israel]ische Sportler getötet wurden, schlug der damalige [[Generalsekretär der Vereinten Nationen|UN-Generalsekretär]] vor, dass die [Nationen|Vereinten Nationen] sich aktiv im Kampf gegen den Terrorismus engagieren sollten. Dem widersprachen verschiedene [[Araber|arabische]], [afrika]nische und [[Asien|asiatische]] Mitgliederstaaten mit der Begründung, dass jede Befreiungsbewegung von den Unterdrückern unausweichlich als Terrorismus bezeichnet würde. Völker aber, die unterdrückt und ausgebeutet werden, hätten jedes Recht, sich zur Wehr zu setzen, einschließlich der Gewalt. Daher würde eine Entscheidung für einen aktiven „Kampf gegen den Terrorismus“ die etablierten Strukturen über die nicht etablierten Herausforderungen stellen und damit den status quo festigen. [Syrien] fügte hinzu, dass es die moralische und rechtliche Pflicht der Vereinten Nationen sei, den Kampf für Befreiung zu unterstützen.
Aus dieser Debatte ergab sich eine definitorische Lähmung der Vereinten Nationen, die bis heute nicht überwunden wurde. Auch in der Mitteilung vom 8. Dezember 2004 zur 59. [der Vereinten Nationen|Vollversammlung] der Vereinten Nationen wird empfohlen, die ausstehende Definition von Terrorismus in Angriff zu nehmen. Dies war allerdings auch schon in vorangegangenen Mitteilungen empfohlen worden, verbunden mit einer Deklaration zur [[Terrorismusbekämpfung]].
Nach [Annan]s Definition handelt es sich bei all jenen Handlungen um Terrorismus, die die Absicht haben, den [Tod] oder schwere [(Medizin)|körperliche Verletzungen] bei [[Zivilperson|Zivilisten]] und nicht Kämpfenden herbeizuführen mit dem Ziel, die Bevölkerung einzuschüchtern oder eine [Regierung] oder eine [Organisation (Völkerrecht)|internationale Organisation] dazu zu zwingen, etwas zu tun oder zu unterlassen. Dabei sei es nicht nötig, darüber zu diskutieren, ob Staaten sich des Terrorismus schuldig machen können oder nicht, denn der uneingeschränkte Einsatz von Waffengewalt seitens eines Staates gegen eine Zivilbevölkerung sei schon durch das internationale Recht klar untersagt.<ref>Kofi Annan zum Terrorismus – Madrid-Agenda, 14. März 2005 (Friedensratschlag)<!— Automatisch generierter titel -→</ref>
Mitunter finden sich auch Stimmen, die für einen ideologisch und politisch neutraleren Zugang zum Thema Terrorismus werben.<ref>Roth, S. und J. Aderhold (2008): World Society on the Couch. In: Humsec Journal 2/2, S. 67-82<!— Automatisch generierter titel -→ (PDF-Datei; 206 kB)</ref>
Terrorismus ist weltweit verbreitet und ein aktuelles, aber keineswegs ein neues Phänomen (siehe [Sikarier], [Zelot], [Assassinen] und die Bewegung [Italien] um [Mazzini]). Einen Überblick geben auch die [wichtiger Attentate] sowie eine [von Sprengstoffanschlägen|Liste mit Sprengstoffanschlägen]. Terrorismus wird in der Regel mit einer [Ideologie] begründet, die den angegriffenen Personen, Personengruppen oder dem Staat entgegensteht und die mit friedlichen Mitteln nicht durchsetzbar sei (siehe dazu auch [Fundamentalismus] und [Extremismus]). Die moderne Form des Terrorismus entwickelt sich in Europa in der [Sattelzeit] um 1800.<ref>Wolfram Siemann: Metternich. Staatsmann zwischen Restauration und Moderne, Verlag C.H.Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-58784-9, S. 66–67.</ref>
Ab den 1970er Jahren entwickelte sich Terrorismus in der Form, dass es gegen eine Zielgruppe zur Anwendung von Gewalt und der angedrohten Gewalt zu politischen und ideologischen Zwecken kam, die über die direkt betroffenen Opfer hinausging. Bedeutende Beispiele sind die [Armee Fraktion] (RAF), die [Irish Republican Army|Irish Republican Army] (IRA), die [Brigaden|Brigate Rosse] (BR) und die [Ta Askatasuna] (ETA).
Nach dem [[Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA|11. September 2001]] wurde der Begriff „[gegen den Terrorismus]“ (war on terror) wieder neu belebt und führte zu einer neuen Dimension des Terrorismus durch gezielt geplante [Selbstmordattentat]e von islamistischen Fanatikern. Besonders bekannt wurde hierbei das Terrornetzwerk [Al-Qaida].
Ziel der Terroristen ist, auf ihre politischen, moralischen oder religiösen Anliegen aufmerksam zu machen und deren Beachtung oder Umsetzung mit Gewalt zu erzwingen. Das terroristische Kalkül wird durch eine Dreiersequenz gekennzeichnet:
Vergeltungsmaßnahmen erzeugen (im besten Fall) Sympathie und Unterstützungsbereitschaft bei der Zielgruppe. Das System, so lautet die Hoffnung der Terroristen, „demaskiert“ oder „entlarvt“ sich. Wenn durch zunehmende Unterstützung zum offenen Guerillakampf übergegangen werden kann, ist das terroristische [[Kalkül]] aufgegangen.
Durch die in der Bevölkerung durch Anschläge aufkommende Angst wächst in der Regel der Glaube, die Regierung könne nicht für den Schutz der Bürger im Lande sorgen. Die Macht der Regierung wird somit von „innen“ geschwächt. Dass der Staat zu Gegenmaßnahmen greift war, z. B. von der deutschen [Armee Fraktion|RAF] geradezu beabsichtigt: Die staatlichen Reaktionen sollten die Bürger geradezu dazu bewegen, sich gegen den Staat und seine [Herrschaft]sgewalt aufzulehnen.
Terrorismus ist eine Gewaltstrategie nichtstaatlicher und staatlicher Akteure, die damit politische, aber auch religiöse und sogar geschäftliche Ziele durchsetzen wollen. In Bezug auf das Verhältnis von Aufwand und Ergebnis kann Terrorismus gleichzeitig eine sehr effiziente Form der Kriegsführung sein. Ohne großen Aufwand und Ausrüstung kann sehr großer Schaden angerichtet und großer Eindruck verschafft werden.
Die Strategie des Terrorismus setzt vor allem auf [[Psychologie|psychologische]] Effekte. Die betroffene Zielgruppe soll schockiert und eingeschüchtert, zum Beispiel der Krieg somit in das vermeintlich sichere „Hinterland“ des Feindes getragen werden. Durch die Verbreitung von Unsicherheit und Verwirrung soll der Widerstand gegen die Terroristen gelähmt werden.
In der Tat teilen sämtliche terroristische Verbände gewisse Grundzüge, zum Beispiel eine relativ schwache Position gegenüber dem angegriffenen Machtapparat.<!—1-→ Die Gewalt richtet sich häufig gegen Ziele mit hohem [Symbol]gehalt (z. B. religiöse Orte, Regierungsgebäude), um den Gegner zu demütigen und zu provozieren, vermehrt aber auch gegen so genannte weiche Ziele, also Plätze des öffentlichen Lebens, die nur schwer geschützt werden können (z. B. öffentliche Verkehrsmittel, Restaurants). Ferner kommt es zu [Geiselnahme]n und [[Entführung]]en, u. a. auch offizieller Vertreter des „Gegners“. Typischerweise sind die Opfer von Terrorakten am Konflikt vollkommen Unbeteiligte (Frauen und Kinder, Bürger von am Konflikt nicht beteiligten Staaten).
Die Wirkung terroristischer Aktivitäten kann durch die Berichterstattung in den [Massenmedien] verstärkt werden; einige Terroristen verwenden diesen Effekt bewusst, etwa durch die Verbreitung von Hinrichtungs-Videos von Entführungsopfern.
Ein weiteres Ziel terroristischer Aktivitäten ist die Mobilisierung von Sympathisanten und die Radikalisierung politisch nahestehender Bewegungen. Hierbei sehen sich Terroristen als Befreier der „Unterdrückten“.
Die Mobilisierung von Unterstützern wird oft vor allem durch die Gegenreaktionen des „Gegners“ auf Anschläge erreicht. Lässt dieser sich zu unverhältnismäßigen, brutal wirkenden Maßnahmen provozieren, so soll ihn dies „entlegitimieren“ (z. B. Einschränkung der [Freiheitsrechte] durch Ausgangssperren). Auf diese Weise können Terroristen in die Rolle des Angegriffenen wechseln.
In jüngster Zeit zielt die Gewaltstrategie von Terroristen auch auf die Erzeugung von wirtschaftlichen Effekten. Indem schwer zu schützende Ziele von wirtschaftlicher Bedeutung angegriffen werden (z. B. Anschläge auf Ölförderanlagen oder auf Touristenzentren), sollen die Ökonomie und die Regierungen der „Gegner“ destabilisiert und die eigenen politischen Ideologien durchgesetzt werden.
Ein bedeutendes Merkmal terroristischer Gruppen ist, dass sie meistens als Terrorzellen taktisch völlig unabhängig voneinander operieren. Jede Terrorzelle entscheidet autonom, wann und wo sie die Initiative ergreift. Das führt dazu, dass Terroristen nicht als klar erkenn- und abgrenzbare Kampfeinheiten angreifbar sind (siehe [[Terrorismusbekämpfung]]).
Terroristische Gruppen entfalten häufig zugleich kriminelle Aktivitäten, die nicht primär politisch motiviert sind, sondern etwa der Beschaffung von Finanzmitteln dienen. Daher weisen sie (wie z. B. die [Ta Askatasuna|ETA] oder die [Kurdistans|PKK]) oft zwangsläufig eine Verbindung zur organisierten Kriminalität auf.
Zwei Möglichkeiten, Terrorismus zu untergliedern, erscheinen sinnvoll. Zum einen nach der räumlichen Ausdehnung, zum anderen nach Motivation und Zielsetzung. Nach der räumlichen Ausdehnung lassen sich drei Typen des Terrorismus unterscheiden:
Legt man jeweils Motivation und Zielsetzung zu Grunde, so lassen sich sieben Hauptformen des Terrorismus erkennen (vgl. hierzu Nohlen 2001, S. 514–518):
Der in der Regel politisch [Linke|links] motivierte, sozialrevolutionäre Terrorismus hat seinen geistigen Ursprung in der [der Tat] des 19. Jahrhunderts, der nicht auf die Zivilbevölkerung zielte.
Im Umfeld der „[Linke|Neuen Linken]“ entstand Anfang der [[1970er|1970er Jahre]] eine neue Spielart des linken Terrorismus, der durch die Ablehnung der Bundesrepublik gekennzeichnet war. Seine bekanntesten Ausläufer hatte der linke Terrorismus in der [Armee Fraktion|RAF] und in den italienischen [Brigaden|Roten Brigaden] hinsichtlich der Öffentlichwirksamkeit ihrer Anschläge. Die Anschläge zielten dabei auf die [revolution]äre Umwälzung bestehender gesellschaftlichen, Herrschafts- und Besitzverhältnisse im betroffenen Land ab, bisweilen auch auf den Versuch, einen revolutionären [[Bürgerkrieg]] zu entfesseln. Sie stießen jedoch in Deutschland auf eine große allgemeine Ablehnung. In den Ländern der westlichen Welt scheiterten derartige Bewegungen durchweg und verloren mit dem Fall des [Vorhang (Politik)|Eisernen Vorhangs] völlig an Bedeutung. In [Lateinamerika] war er Ursprung für heutige Guerillavereinigungen wie die [Armadas Revolucionarias de Colombia|FARC] oder die [[Ejército de Liberación Nacional (Kolumbien)|ELN]]. Gegenwärtig gibt es diesen [[Marxismus|marxistisch]] inspirierten Terrorismus in Gestalt „[[Maoismus|maoistischer]] Bewegungen“ in einigen Ländern [[Südasien|Süd-]] und [[Südostasien]]s
Hauptartikel|Rechtsterrorismus Rechtsterroristische Aktivitäten speisen sich zumeist aus [[Rassismus|rassistischen]] und [[Völkische Bewegung|völkischen]] Überzeugungen. Die größte Anzahl von Toten ist in Deutschland durch den Rechtsterrorismus zu verzeichnen.<ref>Ruf nach Aus für V-Leute ist purer Aktionismus Financial Times Deutschland, 16. November 2011 </ref> Der Beginn rechtsterroristischer Aktivitäten in Deutschland kann mit dem Mord an [Eisner] 1919 angegeben werden. In der Weimarer Republik begangen Rechtsradikale bis zu 400 „Fememorde“, unter den Opfern der zumeist in [Freikorps] organisierten Tätern waren vor allem Politiker der Sozialdemokratie und Kommunisten. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde Rechtsterrorismus staatliche Politik. Für die ersten beiden Jahrzehnte der Bundesrepublik Deutschland sind keine rechtsterroristischen Aktivitäten nachweisbar. Ende der 1960er Jahre bildete sich ein gewaltbereiter neonazistischer Untergrund und 1968 wurde von der Gruppe um [Hengst] das Büro der DKP beschossen. Der bekannteste Anschlag der [Hoffmann] war das [[Oktoberfestattentat|Bombenattentat auf das Münchner Oktoberfest]] mit 12 Toten. [Aktionsgruppen] unter [Roeder (Terrorist)|Manfred Roeder] begangen sieben Anschläge mit zwei Toten. In den 1980er und 1990er Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt rechtsterroristischer Aktivitäten von politischen Gegnern zu ausländerfeindlichen Attacken wie dem [von Mölln] und dem [von Solingen] und der 2011 aufgeklärten Mord- und Anschlagsserie des [Untergrund|Nationalsozialistischen Untergrunds]. Neben den organisierten Gruppen agierten Einzeltäter wie [Diesner] und mehrere Anschläge wie das auf die Münchner Synagoge durch das [Süd|Aktionsbüro Süd] konnten im Vorfeld aufgedeckt werden. <ref>Rechtsterrorismus – Es begann im Jahr 1919 von Sven Felix Kellerhoff in Welt online, 14. November 2011</ref> Ähnliche Aktivitäten sind im gesamten europäischen Raum nachweisbar, die größte Anzahl von Opfern wurden bei den [[Anschläge in Norwegen 2011|Anschlägen in Norwegen 2011]] getötet. In den Vereinigten Staaten ist der Rechtsterrorismus zudem religiös begründet und erklärt sich aus endzeitlicher [Eschatologie] und dem Kampf gegen Ausprägungen als satanisch identifizierten Personen und Gruppen und weist Überschneidungen ins patriotische Militia- sowie Atreibungsgegnermilieu auf. In den USA lässt sich der rechtsextreme Terrorismus mit dem [Ku-Klux-Klan] bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Breit rezipierte Vorkommnisse neuer Zeit sind [Ridge] und [Davidians] sowie der [auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City].<ref>Right Wing Terrorism and Weapons of Mass Destruction (pdf; 91 kB) von Paul de Armond, 1999, auf der Website des Public Good Projects, abgerufen 16. November 2011</ref>
Der ethnisch-[[Nationalismus|nationalistische]] Terrorismus ist der Kampf eines Volkes oder einer ethnischen Minderheit mit dem Ziel vermehrter Autonomie oder mit dem der Gründung eines eigenen Staates unter Berufung auf „historisch gewachsene Besonderheiten“. Zur Politik dieser Terrorismusform gehört die Tradition der Konfliktivität und der gewaltsamen Selbsthilfe.
Beispiele: Die [Ta Askatasuna|ETA] (Basken), die [Kurdistans|PKK] (Kurden), die [Irish Republican Army|IRA], [Volunteer Force|UVF] und [Defence Association|UDA] (alle drei Nordiren) in Europa.
Der Ausdruck „religiöser Terrorismus“ stößt weithin auf Widerspruch, sowohl bei den Vertretern der [Religion]en selbst als auch bei Außenstehenden, die der Religion an sich oft kein terroristisches Potential zusprechen. Eine differenzierte Betrachtung der geschichtlichen Erfahrung belegt jedoch, dass als terroristisch einzustufende Aktionen vielfach in durchaus religiösem Kontext erfolgen (siehe dazu auch [Fundamentalismus]).
Eine Betrachtung des religiösen Terrorismus verzichtet nicht – ebenso wenig wie die Betrachtung anderer Spielarten des Terrorismus – auf die [Analyse] der jeweiligen sozialen, nationalen etc. Umstände. Sie konzentriert ihr Augenmerk aber auf das besondere Motiv, das religiöse Menschen zu terroristischen Aktionen bewegt werden. Man könnte daher auch angemessen von jeweils religiös/national/sozial motiviertem Terrorismus sprechen.
Als Merkmal des religiösen Terrorismus ist in erster Linie die persönliche [[Überzeugung]] der Täter zu betrachten. Der Philosoph [Friedrich Fries] schuf im 19. Jahrhundert hier nicht nur für religiöse Attentäter eine theoretische Grundlage. Nach [Hoffmann] stellt Gewalt für den religiösen Terroristen “zuerst und vor allem einen sakramentalen Akt oder eine von Gott gebotene Pflicht dar”
Motive und Ziele religiösen terroristischen Handelns können u. a. sein
Religiöser Terrorismus tritt historisch wie lokal auf sehr unterschiedliche Weise zutage. Sein Erscheinungsbild ist so vielschichtig, dass Definitionen immer wieder umstritten sind. Gleichwohl unterscheidet er sich signifikant von anderen Spielarten des Terrorismus und macht eine gesonderte Betrachtung und Darstellung unverzichtbar.
Vor allem seit Mitte der 1980er Jahre hat der religiöse Terrorismus an Bedeutung gewonnen. Er geht aus [Sekte]n oder fundamentalistischen Strömungen innerhalb bestimmter Religionen hervor. Insbesondere radikal-[islam]ische Organisationen wie die palästinensische [Hamas], die libanesische [Hisbollah] und nicht zuletzt die Terrornetzwerke [Al-Qaida] und [al-Islam] sind bekannte Beispiele für [Terrorismus|islamistisch motivierten Terrorismus].
Der Friedensnobelpreisträger und Ökonom [Yunus] meint: „Nehmen Sie die Islamisten: Sie geben den Armen etwas zu essen, außerdem Waffen und eine Ideologie. Es gibt gar keinen Zweifel, dass Armut die Brutstätte von Terrorismus ist.“<ref> spiegel.de: „Nehmen Sie die Islamisten: Sie geben den Armen etwas zu essen, außerdem Waffen und eine Ideologie. Es gibt gar keinen Zweifel, dass Armut die Brutstätte von Terrorismus ist.“</ref>
Andererseits kommen islamistische Terroristen häufig aus der gebildeten [Oberschicht]<ref> http://www.welt.de/politik/ausland/article5642566/Detroit-Bomber-reiche-Eltern-radikale-Gesinnung.html „Vereitelte Anschläge in Großbritannien Die Ärzte des Terrors“ </ref>, sodass Armut zwar als ein Faktor, nicht aber als Ursache gewertet werden darf.
„Homegrown Terrorism“ (zu deutsch „hausgemachter Terrorismus“) bezeichnete ursprünglich Terror, der von Leuten ausgeht, die im Zielland des Terrors unscheinbar aufwuchsen und erst dort zu ihrer terroristischen Überzeugung gelangten. Der Begriff wird vor allem im anglophonen Sprachraum bei [[Islamismus|islamistischem]] Terror der neueren Zeit angewandt.
Man bezeichnete damit zum Beispiel die [[Terroranschläge am 7. Juli 2005 in London]], wo bei insgesamt vier Explosionen in drei U-Bahnen und einem Bus 56 Menschen ums Leben kamen und mehr als 700 verletzt wurden. Die größtenteils aus [Pakistan] stammenden Täter wurden in Großbritannien geboren, entstammten [[Säkularismus|säkularen]] Familien und waren ins Gemeindeleben integriert, bevor sie sich [[Islamismus|islamistischen]] Organisationen anschlossen und Terror gegen das eigene Land ausübten. Der Begriff wurde eingeführt, weil bisherige islamistische Terroranschläge in westlichen Ländern vorwiegend von extra zu diesem Zweck eingereisten Menschen ausgeübt wurden. Dessen ungeachtet ging Terror in Europa bis in die 1980er vor allem von Leuten aus, die aus dem jeweiligen Zielland stammten, so etwa die [Armee Fraktion] in der [Deutschland] oder die [Directe (Untergrundorganisation)|Action Directe (AD)] in [Frankreich].
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts bezeichnen Sicherheitskreise Deutschlands mit hausgemachtem Terrorismus eine Art des islamistischen Terrorismus, dessen Akteure nicht mehr traditionell aus islamischen Ländern stammen oder Nachkommen islamischer Immigranten sind. Der „neue“ hausgemachte Terrorismus rekrutiert sich vielmehr aus gebürtigen deutschen Staatsangehörigen, vor allem Jugendlichen, die zum Islam konvertiert und ins Fahrwasser des Islamismus geraten sind. Sie werden in speziellen Trainingscamps islamischer Länder ausgebildet, und mit den technischen wie ideologischen Voraussetzungen zur Durchführung von Terroraktionen ausgestattet.
Als typisches Beispiel des hausgemachten Terrorismus charakterisierte der deutsche Bundesminister des Innern [Schäuble] die drei Mitglieder der am 5. September 2007 deutschen Fahndern ins Netz gegangene [Dschihad-Union], von denen zwei zum Islam konvertierte Deutsche seien.
Der Präsident des Bundeskriminalamtes [[Jörg Ziercke]] sieht Deutschland damit nicht mehr nur als Ruheraum, sondern auch als Ziel des internationalen Terrorismus.<ref>Tagesschau|ID=meldung491660|Beschreibung=Ermittler fahnden nach Hintermännern|AlteURL=http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID7415296,00.html</ref>
Der [[Konservatismus|konservativ]] motivierte „[[Vigilantismus|vigilantistische]] Terrorismus“ zielt im Gegensatz zu anderen Formen des Terrorismus nicht auf die Schwächung, sondern auf die Stärkung der bestehenden staatlichen Ordnung ab, allerdings indem die Gesetze, auf denen diese Ordnung beruht, durch Selbstjustiz gebrochen werden. Der [[Rassismus|rassistische]] [Ku-Klux-Klan] in den USA und [[paramilitär]]ische Gruppierungen in [Lateinamerika] sind als vigilantistischer Terrorismus zu bezeichnen. In diese Spielart des Terrorismus sind auch die Terrorakte der geheimen [Stay-behind-Organisation]en der [NATO] einzuordnen.
Hauptartikel|Staatsterror|Staatsterrorismus Staatsterror bezeichnet [[Staat|staatsphilosophisch]] den Einsatz der Angst der Bürger vor dem [Gewaltmonopol] des Staates als Zwangsmittel des Staates für die Gesetzestreue seiner Bürger. Am prominentesten wurde der Begriff vom [Liberalismus] des [Hobbes|Hobbesschen] [Kontraktualismus] in seinem Werk [(Thomas Hobbes)|Leviathan] geprägt. Für Hobbes verlieh der Terror dem Staat (terror of legal punishment) das notwendige und legale Zwangsmittel zu seiner Konstitution. Staatsterrorismus bezeichnet Gewaltakte, die als terroristisch eingestuft sind und von [(Recht)#Organe juristischer Personen des öffentlichen Rechts|Staatsorganen] oder zumindest informell durch einen Staat kontrollierten Akteuren (z.B. [Todesschwadron]en oder [Untergrundbewegung]en) vollzogen beziehungsweise durch eine souveräne Regierung gefördert werden.
In der [Totalitarismus]theorie bildet der staatliche Terror, etwa durch Kontrolle und Überwachung und den Verzicht auf [[Rechtsstaat|rechtsstaatliche]] Prinzipien, ein zentrales Merkmal totalitärer Systeme.
Hauptartikel|Ökoterrorismus
Der Begriff Ökoterrorismus ist ein Werturteil. Er bezeichnet subjektiv verwerfliche Taten (ausdrücklich auch Straftaten), die eine politische Dimension haben (Terrorismus) und im Zusammenhang mit der Umwelt (Ökologie) stehen. Nach verschiedenen Verständnissen bezeichnet man damit
[Demokratie] kann man definieren als „Herrschaft durch das Volk“. Dies impliziert eine responsive Regierung, die auf die Interessen des Volkes eingehen muss und die vom Volk abhängig ist. Das Volk verfügt über die Macht, bei Wahlen die Regierung abzuwählen. Damit bestimmt das [Elektorat] zu einem großen Teil die Richtung der Politik. Wenn Terrororganisationen (vor allem in der Zeit vor Wahlen) die Präferenzen des Elektorats beeinflussen, dann kann dies die [Innenpolitik] eines Staates direkt oder indirekt beeinflussen und/oder sich auf den Wahlausgang auswirken.
Der Effekt von Terrorismus auf Präferenzen der Wählerschaft lässt sich exemplarisch am [Nahostkonflikt] darlegen.<ref> Claude Berrebi und Esteban F. Klor(2006):Terrorism and Electoral Outcomes: Theory and Evidence from the Israeli-Palestinan Conflict. In: The Journal of Conflict Resolution. 50/6, S. 899-925</ref> <ref> Claude Berrebi und Esteban F. Klor (2008): Are Voters Sensitive to Terrorism? Direct Evidence from the Israeli Electorate. In: American Political Science Review. 102/ 3, S. 279-301</ref> Bei einer zeitlichen Betrachtung des Konflikts ergibt sich hinsichtlich der politischen Orientierung einzelner Gebiete, dass Terrorismusereignisse in rechtsorientierten Bezirken die Unterstützung rechter Parteien erhöhen. In linksorientierten Gebieten hingegen nimmt die Unterstützung rechter Parteien ab, wenn sich die Anschläge außerhalb des jeweiligen Bezirks ereigneten. Damit erzielen terroristische Aktivitäten eine [(Politik)|Polarisierung] des Elektorats. Diese Ergebnisse beziehen sich hauptsächlich auf anhaltenden innerstaatlichen Terrorismus. Dem gegenüber steht der Einfluss transnationalen Terrorismus. Die spanischen Parlamentswahlen kurz nach den [Zuganschläge]n bieten hier einen Einblick. <ref> Valentina A. Bali (2007): Terror and Elections: Lessons from Spain. Electoral Studies” 26/3, S. 669-687</ref>. Die Anschläge mobilisierten Bürger, die für gewöhnlich wenig partizipieren, darunter jüngere oder weniger gebildete Bürger. Zudem wurden Wähler der Mitte und der Linken mobilisiert und einige wechselten zur Opposition. Nicht zuletzt beeinflussten die Anschläge die Wahlentscheidung der Bürger. Die Misswirtschaft der konservativen Partei [Popular (Spanien)|Partido Popular (PP) und deren Außenpolitik im Irak und Afghanistan hatten nachweislich Einfluss auf die Präferenzen des spanischen Elektorats; die PP verlor bei den Wahlen kurz nach den Anschlägen Wählerstimmen und musste in die Opposition. Wenn Terroranschläge also kurz vor Parlamentswahlen stattfinden, löst dies seitens der Opposition und der Medien eine Bewertung der bisherigen Politikergebnisse der regierenden Parteien aus. Terrorismus trägt somit zur Mobilisierung des Elektorats bei.
Neben dem direkten Einfluss von Terrorismus auf die Präferenzen der Wähler, wirken sich Terroranschläge auch auf die Koalitionsbildung innerhalb repräsentativer Demokratien aus. <ref> Indridi H. Indridason (2008): Does Terrorism influence Domestic Politics? Coalition Formation and Terrorist Incidents. In: Journal of Peace Research. 45/2, S. 241-259</ref> Somit werden sich eher Koalitionen bilden, die externen Schocks standhalten können. Angesichts terroristischer Bedrohungen bilden sich deshalb eher [[Übergroße Koalition|übergroße Koalitionen]], da angenommen wird, dass Politiker durch übergroße Koalitionen in dieser Zeit eine Instabilität der Regierung vermeiden wollen. Außerdem führen externe Bedrohungen zu ideologisch homogenen Koalitionen, da ein interner Konsens eher zu Stabilität führt. Dieser Effekt entsteht insbesondere bei transnationalen Terroranschlägen, da Parteien in Bezug auf innerstaatlichen Terrorismus bereits politische Positionen einnehmen und Koalitionsmöglichkeiten somit ohnehin eingeschränkt sind. Transnationaler Terrorismus fördert daher übergroße, ideologisch homogene Regierungen, da diese angeblich konsequenter gegen externe Bedrohungen vorgehen können.
Ein weiteres Problem stellt das Verbot terroristischer Parteien dar, da dies im Widerspruch zu dem Recht der Bürger innerhalb einer Demokratie steht, sich kompetitiven Wahlen zu stellen. <ref>Sozie Navat (2008): Fighting Terrorism in the Political Arena: The Banning of Political Parties. Party Politics. 14/6, S. 745–762 </ref> Kommt es also zum Verbot politischer Parteien, werden fundamentale Prinzipien der Repräsentation und Gleichheit übergangen – ein demokratisches Paradox entsteht (vgl. streithafte Demokratie). Gleichwohl ist es in einigen post-Kommunistischen Ländern sowie in zahlreichen afrikanischen und indischen Verfassungen möglich, Parteien zu verbieten. Auch in Israel und Deutschland besteht die Möglichkeit, mit einem sogenannten [Parteiverbot] eine Partei zu verbieten, weil sie Terrorhandlungen oder bewaffneten Auseinandersetzungen gegen den Staat unterstützt oder ermutigt. Terrorismus beeinflusst somit das [[Legitimitätsprinzip]] repräsentativer Regierungen.
Zusammenfassend kann davon ausgegangen werden, dass Demokratien die Gefahr von terroristischen Anschlägen erhöhen: Das Elektorat, aber auch die Regierung eines Staates reagieren auf Terroranschläge, was Terroristen Einflussmöglichkeiten auf die Innenpolitik eines Staates bietet. Allerdings ist dieser Zusammenhang nicht eindeutig, da die Responsivität demokratischer Systeme zu einer Mäßigung extremistischer Gruppen führen könnte und außerdem den Nutzen terroristischer Aktivitäten verringert. Die Beziehung zwischen Demokratien und Terrorismus lässt sich somit auch unter Berücksichtigung der politischen Konsequenzen nicht eindeutig herausarbeiten. <ref> Peter Kurrild-Klitgaard, Mogens K. Justesen und Robert Klemmensen (2006): The political economy of freedom, democracy, and transnational terrorism. In: Public Choice. 128, S. 289-315</ref> <ref> Sarah Jackson Wade und Dan Reiter (2006): Does Democracy Matter? Regime Type and Suicide Terrorism. In: Journal of Conflict Resolution. 51/2, S. 329-348</ref>
Hauptartikel|Terrorismusbekämpfung
Im Wesentlichen kann man hier zwei Ansätze unterscheiden: Bekämpfung des Terrorismus
Hauptartikel|Krieg gegen den Terror
Der Krieg gegen den Terrorismus (engl. „War on Terrorism“) ist ein von der [(Vereinigte Staaten)|US-Regierung] unter [W. Bush] verbreitetes [Schlagwort], das eine Bandbreite politischer, militärischer und juristischer Schritte gegen den als Problem identifizierten internationalen Terrorismus zusammenfasst.
Die Kriegs-Symbolik ist umstritten, ebenso wie die Verbindung mit dem Begriff „Terror“. Als Kritik wird unter Anderem moniert, die Kriegsrhetorik beeinflusse – wie auch das popularisierte Schlagwort „Vierter Weltkrieg“ – das Angstempfinden vieler Menschen, die Anschläge in ihrer Dimension als Kriegserklärung empfanden. Das Aufgreifen des Begriffes sei viel mehr der Versuch einer Regierung, [Angriffskrieg]e (wie z.B. [[Irakkrieg|den auf den Irak]]), die Einschränkung von Grundrechten (wie z.B. durch den [Act]) oder die [[Folter#USA|Folter von Verdächtigen]] (wie z.B. in [[Abu-Ghuraib-Folterskandal|Abu Ghraib]]) zu rechtfertigen.
Hauptartikel|Terroristische Vereinigung|titel1=Terroristische Vereinigung (inklusive der einzelnen Organisationen)
Eine ‘terroristische Vereinigung’ (deutscher Rechtsbegriff seit 1976) oder ‘terroristische Organisation’ (Vereinte Nationen) ist eine auf eine längere Dauer angelegte Organisation mehrerer Personen (Terroristen), deren Ziel es ist, durch Handlungen, die unter rechtsstaatlichen Voraussetzungen als [Straftat]en bewertet werden, vor allem politische Ziele zu erreichen. Diese Ziele können von anderen (zum Beispiel religiösen oder wirtschaftlichen) Motiven begleitet sein. Terroristische Vereinigungen versuchen durch Gewaltaktionen, Schrecken (lat. terror) in ein Land zu tragen, um ihre Ziele zu erreichen.
Staatslastig|DE
Hauptartikel|Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung
Der unter (§|129a|stgb|juris) [(Deutschland)|StGB] dargelegte Straftatbestand „Bildung terroristischer Vereinigungen“ wurde 1976 im Zuge der Terrorismusbekämpfung in das StGB aufgenommen und führte den Begriff „[Vereinigung]“ als Rechtsbegriff ein. 129a StGB ist Bestandteil eines von Kritikern als Lex RAF bezeichneten Gesetzesbündels, das mit besonderem Bezug auf die [Armee Fraktion] (RAF) [(Deutschland)|verabschiedet] (= eingeführt) wurde. <ref name=polibild> Wehrhafte Demokratie oder „Gesinnungsterror“? bei politische-bildung-brandenburg.de </ref>
Siehe [:Kategorie:Terroranschlag]
{| class=”wikitable” |+ Bedeutende Terroranschläge (Auswahl) !
Jahr
!! Land
Opfer-Nation
!!
Anschlag
!!
Täter
!!
Mittel
!!
Ziel
|- | 1925 || Bulgarien || [auf die Kathedrale Sweta Nedelja] || [Kommunistische Partei|Kommunisten] || Sprengstoff || Gebäude |- | 1946 || Israel || [David Hotel] || [Tzwa’i Le’umi|Zionisten] || Sprengstoff || Gebäude |- | 1961 || Italien || [Feuernacht] || [Südtirol|Separatisten] || Sprengstoff || Infrastruktur |- | 1968 || Deutschland || [am 2. April 1968] || [Armee Fraktion|Linksextremisten] || Brandstiftung || Gebäude |- | 1970 || Schweiz || [330] || [zur Befreiung Palästinas|PFLP] || Sprengstoff || Flugzeug |- | 1970 || Italien || [von Gioia Tauro] || ungeklärt || Sprengstoff || Gebäude |- | 1970 || Israel || [Avivim-Schulbus-Anschlag] || [zur Befreiung Palästinas – Generalkommando|PFLP-GC] || Schusswaffen || Verkehr |- | 1972 || Deutschland || [von München] || [September (Terrororganisation)|BSO] || Geiselnahme || Veranstaltung |- | 1972 || Nordirland || [Friday (Belfast)] || [Irish Republican Army|Separatisten] || Sprengstoff || |- | 1972 || Israel || [am Flughafen Lod] || [Rote Armee|Linksextremisten] || Schusswaffen || Verkehr |- | 1973 || Griechenland || Flughafen Athen || [September (Terrororganisation)|BSO] || Schusswaffen || Verkehr |- | 1974 || Israel || [[Ma’alot-Massaker]] || [Front zur Befreiung Palästinas|DFLP] || Sprengfallen || Gebäude |- | 1977 || Spanien || [von Atocha] || Faschisten || Schusswaffen || Gebäude |- | 1978 || Iran || [Cinema Rex] || [Chomeini#Die Ereignisse des Jahres 1978|Islamisten] || Brandstiftung || Gebäude |- | 1978 || Iran || [Freitag (1978)] || || Brandstiftung, Schusswaffen || Veranstaltung |- | 1978 || Israel || [[Küstenstraßen-Anschlag]] || [Fatah] || Schusswaffen, Handgranaten || |- | 1980 || Deutschland || [Oktoberfestattentat] || [Köhler|Rechtsextremer] || Sprengstoff || Veranstaltung |- | 1980 || Italien || [von Bologna 1980] || [Nuovo (Rechtsextremismus)|Neofaschisten] || Sprengstoff || |- | 1983 || Libanon
USA || [auf den US-Stützpunkt in Beirut 1983] || ungeklärt || Sprengstoff || |- | 1983 || Portugal
Türkei || [auf die türkische Botschaft in Lissabon] || [Asala] || Sprengstoff, Geiselnahme || Gebäude |- | 1985 || Libanon || [Autobombenanschlag vom 8. März 1985] || || Sprengstoff || |- | 1985 || || [Satanique] || französische Geheimagenten || Sprengstoff || |- | 1985 || Österreich || [am Flughafen Wien-Schwechat] || [[Islamismus|Islamisten]] || Schusswaffen, Handgranaten || Verkehr |- | 1985 || || [[Bombenlegeraffäre]] || ungeklärt || Sprengstoff || |- | 1985 || Deutschland
USA || [auf die Rhein-Main Air Base] || [Armee Fraktion|Linksextremisten] || Sprengstoff || |- | 1985 || || [182] || [Khalsa] || Sprengstoff || Flugzeug |- | 1986 || Deutschland || [Belle (Diskothek)] || [al-Gaddafi|Libysche Auftraggeber] || Sprengstoff || Gebäude |- | 1988 || || [Lockerbie-Anschlag] || [al-Gaddafi|Libysche Auftraggeber] || Sprengstoff || |- | 1992 || Argentinien || [von Buenos Aires 1992] || [Dschihad in Palästina] || || |- | 1993 || Deutschland || [gegen die JVA Weiterstadt] || [Armee Fraktion|Linksextremisten] || Sprengstoff || Gebäude |- | 1993 || USA || [auf das World Trade Center 1993] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || Gebäude |- | 1994 || || [434] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || Flugzeug |- | 1995 || USA || [auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City] || [[Rechtsextremismus|Rechtsextremisten]] || Sprengstoff || Gebäude |- | 1995 || Österreich || [von Ebergassing] || [[Linksextremismus|Linksextremisten]] || Sprengstoff || |- | 1995 || USA || [von Arizona] || || || Verkehr |- | 1997 || Ägypten || [von Luxor 1997] || [[Islamismus|Islamisten]] || || |- | 1997 || Ägypten || [auf Touristen in Kairo 1997] || [[Islamismus|Islamisten]] || || |- | 1998 || USA || [[Terroranschläge auf die Botschaften der Vereinigten Staaten in Daressalam und Nairobi]] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || Gebäude |- | 1999 || Russland || [[Sprengstoffanschläge auf Wohnhäuser in Russland]] || [[Separatismus|Separatisten]] || Sprengstoff ||Gebäude |- | 2001 || USA || [[Terroranschläge am 11. September 2001]] || [[Islamismus|Islamisten]] || Flugzeuge || Gebäude |- | 2001 || USA || [[Anthrax-Anschläge 2001]] || || || |- | 2001 || || [63] || || || Flugzeug |- | 2002 || || [(Schiff)] || [[Islamismus|Islamisten]] || || Verkehr |- | 2002 || Tunesien || [vom 11. April 2002|Anschläge von Djerba] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || Synagoge |- | 2002 || Indonesien || [von Bali 2002] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || |- | 2002 || Russland || [im Moskauer Dubrowka-Theater] || [[Separatismus|Separatisten]] || || Gebäude |- | 2002 || Israel || [Pi-Glilot-Anschlag] || [Hamas] || Sprengstoff || |- | 2003 || Türkei || [[Terroranschläge in Istanbul 2003]] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || |- | 2003 || Marokko || [[Anschläge von Casablanca]] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || |- | 2003 || Indonesien || [auf das Marriott Hotel in Jakarta] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || |- | 2003 || Deutschland || [Süd#Der geplante Anschlag|Geplanter Anschlag auf die Grundsteinlegung des Jüdischen Zentrums München] || [Süd|Rechtsextreme] || Sprengstoff || Veranstaltung |- | 2004 || Indonesien
Australien || [auf die australische Botschaft in Jakarta] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || |- | 2004 || Russland || [auf Inguschetien 2004] || [[Separatismus|Separatisten]] || || |- | 2004 || Spanien || [Zuganschläge] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || Verkehr |- | 2005 || Großbritannien || [[Terroranschläge am 7. Juli 2005 in London]] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || Verkehr |- | 2005 || Indonesien || [von Bali 2005] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || |- | 2005 || Libanon || [Bombenanschläge 2005] || || Sprengstoff || |- | 2006 || Indien || [in Mumbai 2006] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || Verkehr |- | 2006 || Deutschland || [Bombenanschläge vom 31. Juli 2006] || || || |- | 2006 || Großbritannien || [Antiterroraktion vom 10. August 2006] || || || |- | 2007 || Irak || [von Sindschar] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || |- | 2007 || Großbritannien || [[Terroranschläge im Vereinigten Königreich im Sommer 2007]] || [[Islamismus|Islamisten]] || || |- | 2007 || Großbritannien || [Anschlag auf den Internationalen Flughafen Glasgow] || [[Islamismus|Islamisten]] || || Verkehr |- | 2008 || Pakistan || [auf das Marriott-Hotel in Islamabad] || [[Islamismus|Islamisten]] || || Gebäude |- | 2008 || Indien || [[Anschläge am 26. November 2008 in Mumbai]] || [[Islamismus|Islamisten]] || || Gebäude |- | 2009 || Pakistan
Sri Lanka || [auf das Cricketteam Sri Lankas in Lahore] || || || Veranstaltung |- | 2009 || USA || [253] || [[Islamismus|Islamisten]] || || Flugzeug |- | 2010 || Russland || [[Anschläge auf die Moskauer Metro 2010]] || [[Tschetschenien|Tschetschenische]] [[Separatismus|Separatisten]] || || |- | 2010 || Uganda || [[Terroranschläge am 11. Juli 2010 in Kampala]] || [(Somalia)|Islamisten] || || |- | 2010 || Pakistan || [[Terroranschläge vom 28. Mai 2010 in Lahore]] || [[Islamismus|Islamisten]] || || |- | 2010 || USA || [Anschlag am Times Square] || [[Islamismus|Islamisten]] || Verkehr || |- | 2010 || Irak || [auf die Sayidat-al-Nejat-Kathedrale in Bagdad 2010] || [[Islamismus|Islamisten]] || Sprengstoff || Gebäude |- | 2011 || Russland || [am Flughafen Moskau-Domodedowo] || [[Tschetschenien|Tschetschenische]] [[Separatismus|Separatisten]] || Sprengstoff || Gebäude |- | 2011 || Weißrussland || [Minsk#Explosion im April 2011|Terroranschlag auf U-Bahn Station im Zentrum von Minsk] || || || |- |2011 || Marokko|| [in Marrakesch] am 28. April 2011<ref>Zunächst hieß es 14 getötete Personen: welt.de: Marokko
Alle Initiativen des Themas 3420:
Es gibt keine Vorschläge für diese Initiative.
Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/3420.html
Das Thema befindet sich jetzt in der Phase “Eingefroren”. Dies bedeutet, dass sich Antragstexte nicht mehr ändern können. Die Anträge die ausreichend Unterstützer finden, werden in der nächsten Phase abgestimmt.
Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/6303.html
(z.B. in chronologischer Ordnung Südtiroler Terrorismus in den 1950er und 1960er Jahren; IRA in Irland; Tamil Tigers (LTTE) in Sri Lanka; Hezbollah im Libanon; ETA in Spanien)…
(Befreiungsbewegungen) gegen Kolonialismus und autoritäre Unterdrückungsregime (z.B. Nelson Mandela und ANC in Südafrika; Che Guevara und Aufständische in Südamerika)…
(z.B. Lord‘s Resistance Army in Uganda; Revolutionary United Front in Sierra Leone)…
Sozialrevolutionärer T. (z.B. anarchistische und bolschewistische Anschläge im Zarenreich; Sendero Luminoso und MRTA in Peru; RAF in Deutschland; Brigate Rosse in Italien)
Rechtsterrorismus (z.B. Ku-Klux-Klan; Wehrsportgruppe Hoffmann; NSU)
Religiös-fundamentalistischer T. (z.B. Anschläge von Evangelikalen auf Abtreibungskliniken; Anschläge von Aum-Shinrikyo in Japan, von Sikh-Fundamentalisten in Indien und Pakistan etc.)
Terroristische Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen auf israelische Wohnhäuser
Radikal-islamistischer „antiwestlicher“ Terrorismus (z.B. Al-Qaida u.a.)…
Terroristische Aktionen gegen die Zivilbevölkerung im Rahmen der Kriegsführung (z.B. Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki; Flächenbombardements im Vietnam-Krieg; terroristische Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen auf israelische Wohnhäuser )
Staatsstreich/Coup d‘état: z.B. von Belgien und den USA gestützter Staatsstreich in Zaire/Kongo mit Ermordung des demokratisch gewählten Präsidenten Patrice Lumumba am 17. 1.1961 unter belgischem Kommando; Staatsstreich der Obristen mit US/NATO-Hilfe in Griechenland 1967; gewaltsamer Sturz der Allende-Regierung am 11.9.1973 in Chile unter aktiver Beteiligung von CIA und anderen US-Stellen)
Undercover-Aktionen von staatlichen Geheimdiensten: z.B. GLADIO/Stay-behind-Aktionen im Rahmen der NATO; Zusammenarbeit von CIA und anderen Geheimdiensten bei Anschlägen der „Brigate Rosse“; Unterstützung von RAF-Terrorismus durch den KGB und die Stasi; Vorbereitung eines vorgetäuschten kubanischen Angriffs auf ein Zivilflugzeug im Rahmen der „Operation Northwoods“ <vom 13.3.1962> von Präsident Kennedy 1962 gestoppt; „Celler Loch“; mögliche Verbindung von deutschen Geheimdienststellen mit NSU-Terroristen)…
II. Terrorismus als Bestandteil bewaffneter Konflikte von Aufständischen
(Befreiungsbewegungen) gegen Kolonialismus und autoritäre Unterdrückungsregime (z.B. Nelson Mandela und ANC in Südafrika; Che Guevara und Aufständische in Südamerika)…
Warschaueraufstand, Warschauer Ghetto-Aufstand, Deutscher Widerstand gegen Hitler.
V. Staatsterrorismus
Terroristische Aktionen gegen die Zivilbevölkerung im Rahmen der Kriegsführung (z.B. Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki; Flächenbombardements im Vietnam-Krieg; terroristische Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen auf israelische Wohnhäuser
Frage: “Seit wann ist es Terrorismus, wenn man sich im Krieg gegenseitig Bombardiert? Wenn dies so ist müßte Hamburg, Dresden, Berlin, London, Warschau und noch viele mehr mit hinzu.”
Danke für diesen Hinweis, das ist richtig. Schon damals galt das ausufernde gezielte Töten von Zivilbevölkerung als kriegsrechtswidrig. Das Gleiche gilt für Atombomben.
Hinweise: “Bei den Raketenangriffen aus Gasa ist meist nicht die Hamas verantwortlich, also nicht die Regierung.” Das ist teilweise richtig, teilweise nicht richtig. Ich werde also die Hamas-Raketen auch oben ergänzen.
Alle Initiativen des Themas 3420:
Es gibt keine Vorschläge für diese Initiative.
Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/3420.html
Der Initiativtext wurde geändert.
Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/6303.html
(z.B. in chronologischer Ordnung Südtiroler Terrorismus in den 1950er und 1960er Jahren; IRA in Irland; Tamil Tigers (LTTE) in Sri Lanka; Hezbollah im Libanon; ETA in Spanien)…
(Befreiungsbewegungen) gegen Kolonialismus und autoritäre Unterdrückungsregime (z.B. Nelson Mandela und ANC in Südafrika; Che Guevara und Aufständische in Südamerika)…
(z.B. Lord‘s Resistance Army in Uganda; Revolutionary United Front in Sierra Leone)…
Sozialrevolutionärer T. (z.B. anarchistische und bolschewistische Anschläge im Zarenreich; Sendero Luminoso und MRTA in Peru; RAF in Deutschland; Brigate Rosse in Italien)
Rechtsterrorismus (z.B. Ku-Klux-Klan; Wehrsportgruppe Hoffmann; NSU)
Religiös-fundamentalistischer T. (z.B. Anschläge von Evangelikalen auf Abtreibungskliniken; Anschläge von Aum-Shinrikyo in Japan, von Sikh-Fundamentalisten in Indien und Pakistan etc.)
Terroristische Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen auf israelische Wohnhäuser
Radikal-islamistischer „antiwestlicher“ Terrorismus (z.B. Al-Qaida u.a.)…
Terroristische Aktionen gegen die Zivilbevölkerung im Rahmen der Kriegsführung (z.B. Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki; Flächenbombardements im Vietnam-Krieg; terroristische Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen auf israelische Wohnhäuser )
Staatsstreich/Coup d‘état: z.B. von Belgien und den USA gestützter Staatsstreich in Zaire/Kongo mit Ermordung des demokratisch gewählten Präsidenten Patrice Lumumba am 17. 1.1961 unter belgischem Kommando; Staatsstreich der Obristen mit US/NATO-Hilfe in Griechenland 1967; gewaltsamer Sturz der Allende-Regierung am 11.9.1973 in Chile unter aktiver Beteiligung von CIA und anderen US-Stellen)
Undercover-Aktionen von staatlichen Geheimdiensten: z.B. GLADIO/Stay-behind-Aktionen im Rahmen der NATO; Zusammenarbeit von CIA und anderen Geheimdiensten bei Anschlägen der „Brigate Rosse“; Unterstützung von RAF-Terrorismus durch den KGB und die Stasi; Vorbereitung eines vorgetäuschten kubanischen Angriffs auf ein Zivilflugzeug im Rahmen der „Operation Northwoods“ <vom 13.3.1962> von Präsident Kennedy 1962 gestoppt; „Celler Loch“; mögliche Verbindung von deutschen Geheimdienststellen mit NSU-Terroristen)…
II. Terrorismus als Bestandteil bewaffneter Konflikte von Aufständischen
(Befreiungsbewegungen) gegen Kolonialismus und autoritäre Unterdrückungsregime (z.B. Nelson Mandela und ANC in Südafrika; Che Guevara und Aufständische in Südamerika)…
Warschaueraufstand, Warschauer Ghetto-Aufstand, Deutscher Widerstand gegen Hitler.
V. Staatsterrorismus
Terroristische Aktionen gegen die Zivilbevölkerung im Rahmen der Kriegsführung (z.B. Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki; Flächenbombardements im Vietnam-Krieg; terroristische Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen auf israelische Wohnhäuser
Frage: “Seit wann ist es Terrorismus, wenn man sich im Krieg gegenseitig Bombardiert? Wenn dies so ist müßte Hamburg, Dresden, Berlin, London, Warschau und noch viele mehr mit hinzu.”
Danke für diesen Hinweis, das ist richtig. Schon damals galt das ausufernde gezielte Töten von Zivilbevölkerung als kriegsrechtswidrig. Das Gleiche gilt für Atombomben.
Hinweise: “Bei den Raketenangriffen aus Gasa ist meist nicht die Hamas verantwortlich, also nicht die Regierung.” Das ist teilweise richtig, teilweise nicht richtig. Ich werde also die Hamas-Raketen auch oben ergänzen.
Alle Initiativen des Themas 3420:
Es gibt keine Vorschläge für diese Initiative.
Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/3420.html
Der Initiativtext wurde geändert.
Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/6303.html
(z.B. in chronologischer Ordnung zionistischer Terrorismus <Menachem Begin u.a.> in Palästina vor 1948; Südtiroler Terrorismus in den 1950er und 1960er Jahren; IRA in Irland; Tamil Tigers (LTTE) in Sri Lanka; Hezbollah im Libanon; ETA in Spanien)…
(Befreiungsbewegungen) gegen Kolonialismus und autoritäre Unterdrückungsregime (z.B. Nelson Mandela und ANC in Südafrika; Che Guevara und Aufständische in Südamerika)…
(z.B. Lord‘s Resistance Army in Uganda; Revolutionary United Front in Sierra Leone)…
Sozialrevolutionärer T. (z.B. anarchistische und bolschewistische Anschläge im Zarenreich; Sendero Luminoso und MRTA in Peru; RAF in Deutschland; Brigate Rosse in Italien)
Rechtsterrorismus (z.B. Ku-Klux-Klan; Wehrsportgruppe Hoffmann; NSU)
Religiös-fundamentalistischer T. (z.B. Anschläge von Evangelikalen auf Abtreibungskliniken; Anschläge von Aum-Shinrikyo in Japan, von Sikh-Fundamentalisten in Indien und Pakistan etc.)
Terroristische Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen auf israelische Wohnhäuser
Radikal-islamistischer „antiwestlicher“ Terrorismus (z.B. Al-Qaida u.a.)…
Terroristische Aktionen gegen die Zivilbevölkerung im Rahmen der Kriegsführung (z.B. Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki; Flächenbombardements im Vietnam-Krieg; terroristische Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen auf israelische Wohnhäuser )
Staatsstreich/Coup d‘état: z.B. von Belgien und den USA gestützter Staatsstreich in Zaire/Kongo mit Ermordung des demokratisch gewählten Präsidenten Patrice Lumumba am 17. 1.1961 unter belgischem Kommando; Staatsstreich der Obristen mit US/NATO-Hilfe in Griechenland 1967; gewaltsamer Sturz der Allende-Regierung am 11.9.1973 in Chile unter aktiver Beteiligung von CIA und anderen US-Stellen)
Undercover-Aktionen von staatlichen Geheimdiensten: z.B. GLADIO/Stay-behind-Aktionen im Rahmen der NATO; Zusammenarbeit von CIA und anderen Geheimdiensten bei Anschlägen der „Brigate Rosse“; Unterstützung von RAF-Terrorismus durch den KGB und die Stasi; Vorbereitung eines vorgetäuschten kubanischen Angriffs auf ein Zivilflugzeug im Rahmen der „Operation Northwoods“ <vom 13.3.1962> von Präsident Kennedy 1962 gestoppt; „Celler Loch“; mögliche Verbindung von deutschen Geheimdienststellen mit NSU-Terroristen)…
II. Terrorismus als Bestandteil bewaffneter Konflikte von Aufständischen
(Befreiungsbewegungen) gegen Kolonialismus und autoritäre Unterdrückungsregime (z.B. Nelson Mandela und ANC in Südafrika; Che Guevara und Aufständische in Südamerika)…
Warschaueraufstand, Warschauer Ghetto-Aufstand, Deutscher Widerstand gegen Hitler.
V. Staatsterrorismus
Terroristische Aktionen gegen die Zivilbevölkerung im Rahmen der Kriegsführung (z.B. Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki; Flächenbombardements im Vietnam-Krieg; terroristische Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen auf israelische Wohnhäuser
Frage: “Seit wann ist es Terrorismus, wenn man sich im Krieg gegenseitig Bombardiert? Wenn dies so ist müßte Hamburg, Dresden, Berlin, London, Warschau und noch viele mehr mit hinzu.”
Danke für diesen Hinweis, das ist richtig. Schon damals galt das ausufernde gezielte Töten von Zivilbevölkerung als kriegsrechtswidrig. Das Gleiche gilt für Atombomben.
Hinweise: “Bei den Raketenangriffen aus Gasa ist meist nicht die Hamas verantwortlich, also nicht die Regierung.” Das ist teilweise richtig, teilweise nicht richtig. Ich werde also die Hamas-Raketen auch oben ergänzen.
Alle Initiativen des Themas 3420:
Es gibt keine Vorschläge für diese Initiative.
Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/3426.html
Das Thema befindet sich jetzt in der Phase “Diskussion”. Dies bedeutet, dass sich Antragstexte noch ändern können.
Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/6312.html
Die Piratenpartei Deutschland erkennt den Genozid an den Armeniern und allen anderen betroffenen Menschen von 1915/1916 im osmanischen Reich unter der Regierung der Jungtürken als historische Tatsache an. Die Piratenpartei setzt sich dafür ein, dass Deutschland den Genozid offiziell als historische Tatsache anerkennt.
Der Völkermord ist von vielen historischen Quellen eindeutig belegt (Quellen: Gust, Lepsius etc.), dennoch streitet die heutige Türkei als Nachfolgestaat die Schuld vehement ab und übt massiven Druck auf all diejenigen aus, welche den Völkermord anerkennen wollen. In der heutigen Türkei werden die Menschen, die den Völkermord anerkennen wollen politisch diskriminiert, verfolgt und sogar ermordet. (Quellen: Hrant Dink (Journalist - wurde verfolgt und ermordet); Doğan Akhanli, Orhan Pamuk, ).
Im Jahre 2015 werden seitdem hundert Jahre vergangen sein und es kann nicht sein, dass sich westliche Länder wider besseren Wissens aus Angst vor politischen und ökonomischen Nachteilen, dem Druck der Türkei beugen und den Völkermord nicht anerkennen. Es ist eine umfassende Aufklärung notwendig um diese Tatsachen in das Bewusstsein der Menschen zu rufen, bevor die Gräueltaten in Vergessenheit geraten ohne jemals auch nur anerkannt worden zu sein.
Alle Initiativen des Themas 3426:
Es gibt keine Vorschläge für diese Initiative.
Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/3426.html
Ein neues Thema wurde angelegt.
Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/6312.html
Die Piratenpartei Deutschland erkennt den Genozid an den Armeniern und allen anderen betroffenen Menschen von 1915/1916 im osmanischen Reich unter der Regierung der Jungtürken als historische Tatsache an. Die Piratenpartei setzt sich dafür ein, dass Deutschland den Genozid offiziell als historische Tatsache anerkennt.
Der Völkermord ist von vielen historischen Quellen eindeutig belegt (Quellen: Gust, Lepsius etc.), dennoch streitet die heutige Türkei als Nachfolgestaat die Schuld vehement ab und übt massiven Druck auf all diejenigen aus, welche den Völkermord anerkennen wollen. In der heutigen Türkei werden die Menschen, die den Völkermord anerkennen wollen politisch diskriminiert, verfolgt und sogar ermordet. (Quellen: Hrant Dink (Journalist - wurde verfolgt und ermordet); Doğan Akhanli, Orhan Pamuk, ).
Im Jahre 2015 werden seitdem hundert Jahre vergangen sein und es kann nicht sein, dass sich westliche Länder wider besseren Wissens aus Angst vor politischen und ökonomischen Nachteilen, dem Druck der Türkei beugen und den Völkermord nicht anerkennen. Es ist eine umfassende Aufklärung notwendig um diese Tatsachen in das Bewusstsein der Menschen zu rufen, bevor die Gräueltaten in Vergessenheit geraten ohne jemals auch nur anerkannt worden zu sein.
Alle Initiativen des Themas 3426:
Es gibt keine Vorschläge für diese Initiative.
Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/3425.html
Die Initiative wurde zurückgezogen.
Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/6311.html
Die Piratenpartei Deutschland erkennt den Genozid an den Armeniern und allen anderen betroffenen Menschen von 1915/1916 im osmanischen Reich unter der Regierung der Jungtürken als historische Tatsache an. Die Piratenpartei setzt sich dafür ein, dass Deutschland den Genozid offiziell als historische Tatsache anerkennt.
Der Völkermord ist von vielen historischen Quellen eindeutig belegt (Quellen: Gust, Lepsius etc.), dennoch streitet die heutige Türkei als Nachfolgestaat die Schuld vehement ab und übt massiven Druck auf all diejenigen aus, welche den Völkermord anerkennen wollen. In der heutigen Türkei werden die Menschen, die den Völkermord anerkennen wollen politisch diskriminiert, verfolgt und sogar ermordet. (Quellen: Hrant Dink (Journalist - wurde verfolgt und ermordet); Doğan Akhanli, Orhan Pamuk, ).
Im Jahre 2015 werden seitdem hundert Jahre vergangen sein und es kann nicht sein, dass sich westliche Länder wider besseren Wissens aus Angst vor politischen und ökonomischen Nachteilen, dem Druck der Türkei beugen und den Völkermord nicht anerkennen. Es ist eine umfassende Aufklärung notwendig um diese Tatsachen in das Bewusstsein der Menschen zu rufen, bevor die Gräueltaten in Vergessenheit geraten ohne jemals auch nur anerkannt worden zu sein.
Alle Initiativen des Themas 3425:
Es gibt keine Vorschläge für diese Initiative.
Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/3425.html
Das Thema befindet sich jetzt in der Phase “Diskussion”. Dies bedeutet, dass sich Antragstexte noch ändern können.
Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/6311.html
Die Piratenpartei Deutschland erkennt den Genozid an den Armeniern und allen anderen betroffenen Menschen von 1915/1916 im osmanischen Reich unter der Regierung der Jungtürken als historische Tatsache an. Die Piratenpartei setzt sich dafür ein, dass Deutschland den Genozid offiziell als historische Tatsache anerkennt.
Der Völkermord ist von vielen historischen Quellen eindeutig belegt (Quellen: Gust, Lepsius etc.), dennoch streitet die heutige Türkei als Nachfolgestaat die Schuld wehemend ab und übt massiven Druck auf all diejenigen aus, welche den Völkermord anerkennen wollen. In der heutigen Türkei werden die Menschen, die den Völkermord anerkennen wollen politisch diskriminiert, verfolgt und sogar ermordet. (Quellen: Hrant Dink (Journalist - wurde verfolgt und ermordet); Doğan Akhanli, Orhan Pamuk, ).
Im Jahre 2015 werden seitdem hundert Jahre vergangen sein und es kann nicht sein, dass sich westliche Länder wider besseren Wissens aus Angst vor politischen und ökonomischen Nachteilen, dem Druck der Türkei beugen und den Völkermord nicht anerkennen. Es ist eine umfassende Aufklärung notwendig um diese Tatsachen in das Bewusstsein der Menschen zu rufen, bevor die Gräueltaten in Vergessenheit geraten ohne jemals auch nur anerkannt worden zu sein.
Alle Initiativen des Themas 3425:
Es gibt keine Vorschläge für diese Initiative.
Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/3425.html
Ein neues Thema wurde angelegt.
Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/6311.html
Die Piratenpartei Deutschland erkennt den Genozid an den Armeniern und allen anderen betroffenen Menschen von 1915/1916 im osmanischen Reich unter der Regierung der Jungtürken als historische Tatsache an. Die Piratenpartei setzt sich dafür ein, dass Deutschland den Genozid offiziell als historische Tatsache anerkennt.
Der Völkermord ist von vielen historischen Quellen eindeutig belegt (Quellen: Gust, Lepsius etc.), dennoch streitet die heutige Türkei als Nachfolgestaat die Schuld wehemend ab und übt massiven Druck auf all diejenigen aus, welche den Völkermord anerkennen wollen. In der heutigen Türkei werden die Menschen, die den Völkermord anerkennen wollen politisch diskriminiert, verfolgt und sogar ermordet. (Quellen: Hrant Dink (Journalist - wurde verfolgt und ermordet); Doğan Akhanli, Orhan Pamuk, ).
Im Jahre 2015 werden seitdem hundert Jahre vergangen sein und es kann nicht sein, dass sich westliche Länder wider besseren Wissens aus Angst vor politischen und ökonomischen Nachteilen, dem Druck der Türkei beugen und den Völkermord nicht anerkennen. Es ist eine umfassende Aufklärung notwendig um diese Tatsachen in das Bewusstsein der Menschen zu rufen, bevor die Gräueltaten in Vergessenheit geraten ohne jemals auch nur anerkannt worden zu sein.
Alle Initiativen des Themas 3425:
Es gibt keine Vorschläge für diese Initiative.
Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/3357.html
Die Initiative wurde auf Rang 1 angenommen
Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/6171.html
Wir, die Piratenpartei Deutschland, haben erkannt, dass der freie Zugang und der freie Austausch von Wissen ein elementarer Bestandteil der deutschen Entwicklungsarbeit sein muss und fordern deshalb:
Alle entwicklungspolitischen Akteure, die finanzielle Mittel vom BMZ (Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) beziehen, müssen die vollständigen Ergebnisse ihrer Projekte veröffentlichen. Dies schließt auch und ausdrücklich alle Gutachten, die sich auf die Effizienz und Effektivität der Projekte beziehen, sowie alle Rohdaten der Projekte mit ein.
Bei der Veröffentlichung sollen sich die Akteure und das BMZ an den Maßstäben der „Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ (2003) ausrichten. Zu diesem Zwecke richtet das BMZ eine kostenfreie Internetplattform ein auf der sich sämtliche Informationen sowohl nach Stichworten als auch nach verschiedenen Kategorien durchsuchen lassen.
Seit 2003 haben 429 wissenschaftliche Institutionen, Universitäten, Bibliotheken und staatliche wie nichtstaatliche Organisationen die “ „Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ “ unterzeichnet. Damit bekennen sie sich zu folgendem Ziel:
::: “ „Unsere Aufgabe Wissen weiterzugeben ist nur halb erfüllt, wenn diese Informationen für die Gesellschaft nicht in umfassender Weise und einfach zugänglich sind. Neben den konventionellen Methoden müssen zunehmend auch die neuen Möglichkeiten der Wissensverbreitung über das Internet nach dem Prinzip des offenen Zugangs (Open Access-Paradigma) gefördert werden. Wir definieren den offenen Zugang oder den ‚Open Access’ als eine umfassende Quelle menschlichen Wissens und kulturellen Erbes, die von der Wissenschaftsgemeinschaft bestätigt wurden. Die Vision von einer umfassenden und frei zugänglichen Repräsentation des Wissens lässt sich nur realisieren, wenn sich das Internet der Zukunft durch Nachhaltigkeit, Interaktivität und Transparenz auszeichnet.“ “ (Berliner Erklärung; S. 1, 2003)
Immerhin 52 der 429 Unterzeichner stammen aus Deutschland. Jedoch sind mit dem Wissenschaftsrat und dem Wissenschaftsministerium Nordrhein-Westfalen lediglich zwei davon Regierungsorganisationen.
Gerade in der deutschen Entwicklungspolitik wird jedoch von den einzelnen Akteuren (BMZ, KfW Entwicklungsbank, DEG, GIZ, nichtstaatliche Organisationen und politische Stiftungen) eine große Menge an wissenschaftlichem Informationsmaterial zu Entwicklungsprojekten und deren Auswertung erstellt. Dieses Material wird zwar veröffentlicht, doch weder mit Rohdaten, noch auf einer zentralen Plattform.
Dies erschwert nicht nur die Recherche für Entwicklungshelfer vor Ort. Die Nichtveröffentlichung läuft auch dem Prinzip zuwider, dass die grenzübergreifende Teilhabe an Wissen („Knowledge Sharing“) gerade in der Entwicklungspolitik von entscheidender Bedeutung für die zukünftige Eigenständigkeit der Partnerländer ist. Letztlich erschwert es auch den Wissensaustausch zwischen den einzelnen Akteuren in der deutschen Entwicklungspolitik.
Die obengenannte Plattform kann folglich die Qualitäts- und Effizienzkontrolle im deutschen Entwicklungshelfer-Dickicht ermöglichen, in dem viel zu oft in denselben Ländern die politische Stiftungen und NROs unabhängig voneinander ähnliche Projekte finanzieren und fördern. Die politischen Stiftungen handeln meist völlig autonom, nachdem sie die Fördergelder durch das BMZ erhalten haben.
Somit entspringt der Antrag sowohl dem Wunsch der Piratenpartei nach einem globalen und barrierefreiem Wissensaustausch (Open Access, Open Data), als auch dem Bedürfnis nach mehr Transparenz in der Politik und nachvollziehbarem Handeln der aus Steuergeldern finanzierten Akteure.
Alle Initiativen des Themas 3357:
Es gibt keine Vorschläge für diese Initiative.