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Neues aus der Bundesinstanz

Einträge getaggt mit Initiative 3705

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Ablehnung der Initiative 3705 'Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar' in Thema 2097 in 'LiquidFeedback Weiterentwicklung'

Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/2097.html


Die Initiative wurde abgelehnt.

  • Zustimmung: 146
  • Enthaltung: 97
  • Ablehnung: 376


Alle Initiativen des Themas 2097:


Vorschläge der Initiative:

Abgelegt unter Bereich 14 Thema 2097 Initiative 3705 Initative abgelehnt

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Abstimmungsbeginn bei Thema 2097 in 'LiquidFeedback Weiterentwicklung' mit Initiative 3705 'Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar'

Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/2097.html


Das Thema befindet sich jetzt in der Phase “Abstimmung”. Dies bedeutet, dass die Mitglieder der Piratenpartei Deutschland momentan darüber abstimmen können, ob sie den Antrag bzw. die Anträge annehmen oder ablehnen.

Abstimmung: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/vote/list.html?issue_id=2097



Alle Initiativen des Themas 2097:


Vorschläge der Initiative:

Abgelegt unter Bereich 14 Thema 2097 Initiative 3705 Thema in Abstimmung

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Status 'Eingefroren' bei Thema 2097 in 'LiquidFeedback Weiterentwicklung' mit Initiative 3705 'Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar'

Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/2097.html


Das Thema befindet sich jetzt in der Phase “Eingefroren”. Dies bedeutet, dass sich Antragstexte nicht mehr ändern können. Die Anträge die ausreichend Unterstützer finden, werden in der nächsten Phase abgestimmt.



Alle Initiativen des Themas 2097:


Vorschläge der Initiative:

Abgelegt unter Bereich 14 Thema 2097 Initiative 3705 Thema ist eingefroren

0 Anmerkungen

Geänderte Initiative 3705 'Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar' in Thema 2097 in 'LiquidFeedback Weiterentwicklung'

Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/2097.html


Der Initiativtext wurde geändert.


Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/3705.html

Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar

Delegationstiefe

Zusätzlich zum zeitlichen Verfall soll für jeden Nutzer die Tiefe seiner Delegations-Vererbung einstellbar sein, z.b. maximal 2 Ebenen oder eben (wie aktuell) unendlich.

Beispiele:

  • A delegiert an B mit Delegationstiefe = 1: B kann die Stimme verwenden, wenn er selbst abstimmt. Delegiert er weiter an C so wird die Stimme von A nicht mit delegiert, d.h. C kann nur mit der Stimme von B abstimmen.
  • A delegiert an B mit Delegationstiefe = 2: B kann die Stimme von A verwenden oder an C delegieren. C kann nun mit den Stimmen von A und B abstimmen. Delegiert C weiter, so wird die Stimme von A nicht mit delegiert.
  • usw.

Globalisierung

Ebenso soll jeder Nutzer einstellen können, ob thematische bzw. Themegruppen-Delegationen auch vererbt werden sollen, wenn die Delegation auf einer anderen Ebene stattfindet (global). Nennen wir diese Option: Globalisierung (Ja/Nein).

Beispiele:

  • A delegiert für Themenbereich TB-XY an B, B hat eine globale Delegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C nur mit der Stimme von B abstimmen. In der aktuellen Implementierung erhält C die Stimmen von A und B. Wobei die Stimme von A nur für TB-XY gilt.
  • A delegiert für Thema T-4711 an B, B hat eine Themenbereichsdelegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C nur mit der Stimme von B abstimmen. In der aktuellen Implementierung erhält C die Stimmen von A und B. Wobei die Stimme von A nur für T-4111 gilt.
  • A delegiert wieder für Themenbereich TB-XY an B, B hat aber für Themenbereich TB-XY eine Delegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C trotzdem mit der Stimme von A und B abstimmen. Das gleiche gilt wenn B für ein Thema in Themenbereich TB-XY eine Delegation an D vornimmt.

Visualisierung der Auswirkungen

Die Tatsache, das durch diese Optionen empfangen Delegationen unterschiedliche Eigenschaften haben, soll dem Delegierten in geeigneter Weise dargestellt werden. Insbesondere bei der Weitergabe von Delegationen soll er auf die Auswirkungen (Verlust an x Delegationen aufgrund der obigen Optionen) hingewiesen werden.


Begründung:

Die hier vorgeschlagenen Einstellungsoptionen zur Steuerung von Delegationen geben dem Delegationsgeber (Delegat) größere Kontrolle über die Abstimmungvollmacht, die er mit der Delegation erteilt. Eine Delegation ist kein Geschenk an den Delegierten. Es ist eine Vollmacht im Namen des Delegaten an einer Abstimmung teilzunehmen. Wer sein Auto verleiht, möchte ja auch kontrollieren, wer sich alles ans Steuer setzt.

Diese Optionen sollten mehrere postiive Auswirkungen auf das System haben:

  • Mehr Teilnahme am System durch die Delegierten: Wenn ein Delegierter viele Abstimmungvollmachten erhält, die er nur selbst ausüben aber nicht weiterdelegieren kann. So stellt dies eine explizite Belohnung für die Mitarbeit im System dar: Wenn du selbst entscheidest hast du 100 Stimmen, wenn du weiterdelegierst nur 30.
  • Mehr Delegationen als bisher: Teilnehmer, die bisher davor zurückgeschreckt sind Delegationen zu erteilen, weil Sie nicht möchten, dass Ihre Delegation über irgend eine Delegationskette bei einer ihnen unbekannten Person landet, haben jetzt auch die Möglichkeit zu delegieren.
    • Ich möchte an jemanden persönlich delegieren ⇒ Delegationstiefe: 1
    • Ich möchte global an eine gut vernetzte Person delegieren die für mich den richtigen Experten auswählt ? ⇒ Delegationstiefe: 2
    • Ich möchte explizit für einen Themenbereich oder ein Thema delegieren. Diese Delegation soll aber nicht über eine (ev. schon lange bestehende) globale Delegation weitergegeben werden ? ⇒ Globalisierung: Nein.
  • Der Effekt, das sich im Delegationsnetzwerk Stimmen bei wenigen Personen akkumulieren, wird veringert.
  • Insgesammt können diese Optionen dazu führen die Komplexität des Delegationsnetzwerks zu veringern und damit das Verhalten des System für den einzelnen besser verständlich zu machen.

Sonstige Auswirkungen:

  • Da es sich um zwei Einstellungsoptionen handelt, ändert sich für alle vorhanden Delegationen und Teilnehmer zunächst nichts.
  • Für Delegierte entsteht ein gewisser Zwang, die Art der Delegation zu beachten. Dies ist aber gewollt.

Anregungen

Zu allen Anregungen wurde im zugehörigen Diskussionspad Stellung genommen.

Links

In letzer Minute ist mir noch eingefallen, das es noch keine Links gibt - dabei finde ich jede Initiative sollte welche haben. Hier also die wichtigsten Links zum Thema:

Auch wenn ich die Schlussfolgerungen von Streetdogg nicht teile, so sind doch seine Analysen des Delegationsverhaltens in Liquid Feedback das fundierteste was wir zum Thema haben und sollten deshalb als Hintergrund für die, welche sich noch nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt haben nicht fehlen:

Weitere Links zum Thema kann man (u.a.) in der Sammlung der AG Liquid Democracy finden. ——————————————————————————————————————————————————————

Anmerkungen zur Gegeninitiatiive

Zunächsteinmal sei die Bemerkung erlaubt, daß eine Gegeninitiative, welche nur die Beibehaltung des Status quo fordert meiner Ansicht nach den Prinzipien von LiquidFeedback zu wider läuft. Alle Verfahren in LQFB sind auf zusammenarbeit ausgelegt. So sind z.B. Anregungen explizit dazu gedacht, einen Vorschlag zu verbessern, weshalb man auch automatisch potentieller Unterstüzter wird, wenn man einen Änderungsvorschlag macht. Reine Kritik und Diskussionen zu einer Initiative sollten nach dem Willen der Entwickler ausserhalb des Systems stattfinden (dafür wird jeder Initiative ja entweder eine Wiki-Seite oder ein Pad zugeordnet). Wer eine Initiative nicht mag, aber als Alternativvorschlag nur “Nichts ändern” hat, der kann in der Abstimmung ja dagagenstimmen.

Im folgenden wird auf alle Punkte der Gegeninitiative eingegangen: Der Orginaltext wurde teilweise zur besseren Übersichtlichkeit gekürzt.

Text der Gegeninitiative

Das derzeitige Delegationssystem wird weiter genutzt, die Teilnehmer haben sich bereits für eine Beschränkung der Dauer einer Delegation entschieden, die im System umgesetzt ist.

Antwort: Die Beschränkung der Dauer der Delegationen hat einen ganz anderen Zweck als der Vorschlag in dieser Initiative. Die Laufzeitbeschränkung soll zu größerer Teilnahme am System anregen und die Delegaten zur Überprüfung ihrer Delegationen bringen. Es verhindert auch eine Verzerrung von Abstimmungen durch Personen die längst keinerlei Interesse mehr an diesem Abstimmungsystem haben.

Bei der Forderung nach Begrenzung der Wirkung von Delegation darüber hinaus, werden die Antragsteller gebeten die technischen und nicht-technischen Konsequenzen eines modifizierten Delegationssystems zu berücksichtigen.

Antwort: Bzgl. nicht-technischer Konsequenzen siehe Begründung oben. Bzgl. technischer Konsequenzen: Einer der Antragsteller ist Diplom Informatiker und Software Architekt mit 20 Jahre Berufserfahrung und durchaus in der Lage die technischen Konsequenzen adäquat einzuschätzen.

Insgesammt wird wie oben schon gesagt, mit der Gegeninitiative nichts gefordert - außer dem Status quo - sondern nur kritisiert und argumentiert.

Begründung der Gegeninitiative: Jeder Teilnehmer ist gleichbereichtigt

Dass übertragenes Stimmgewicht nur im eigenen Sinne genutzt wird, lässt sich technisch nicht erzwingen. Jeder Teilnehmer am System ist gleichberechtigt gegenüber den anderen Teilnehmern. <.. gekürzt …> Die Entscheidung bei Übertragung der Delegation heißt - Ich will so entscheiden, wie derjenige, dem ich mein Stimmgewicht übertrage.

Antwort: Auch wenn von den Gegnern von Delegated Voting immer wieder mit den unterschiedlichen Stimmgewicht der Teilnehmer am System argumentiert wird: Alle Teilnehmer am System haben eine Stimme und damit auch das gleich Stimmengewicht. Die Delegation von Stimmen entspricht dem Erteilen einer Abstimmungsvollmacht. Der Teilnehmer kann aus allen möglichen Gründen entscheiden einen Vollmacht zu erteilen. Mit dieser Initiative soll dem Delegaten größere Kontrolle beim Erteilen einer solchen Vollmacht ermöglicht werden.

Ein Delegierter kann immer in einer Art und Weise abstimmen, die dem Willen des Delegierenden zuwider läuft. Hierbei kann der Delegierte sich auch ohne Weiterdelegation von einem Dritten beeinflussen lassen

Antwort: Jede Art von Delegation beinhaltet einen Kontrollverlust gegenüber eigenem Handeln. Durch eine Beschränkung der Delegationsweitergaben gibt man aber dem Delegierten Hinweise, wie er die Abstimmungsvollmacht verwenden soll. Wie er mit diesem Mandat umgeht liegt selbstverständlich in seiner Verantwortung.

Begründung der Gegeninitiative: Erhalt von Delegationen wird begrenzt

Jede Begrenzung der Delegation in ihrer Ausbreitung und in ihrer Art wird das System der Gleichberechtigung untergraben. Zu einem ist durch die Begrenzung auf eine fixe Anzahl von Ebenen die Möglichkeit zum Erhalt von Delegationen begrenzt und zum anderen kommt dieses mit einem Verlust von Stimmgewicht gleich. Die Auswirkungen dieses Verlustes sind nicht linear sondern aufgrund der vorhandenen Vernetzung der Teilnehmer komplex.

Antwort: Mit Gleichberechtigung hat das ganze gar nichts zu tun - sorry. Das Argument, das die Begrenzung der Delegationstiefe die Möglichkeit zum Erhalt von Delegationen begrenzt ist witizig. Das ist ja genau Sinn der Initiative. So kann ein Delegat einschränken das seine Stimme an Personen weiterdelegiert wird, die er nicht kennt. Dies führt selbstverständlich bei diesen Personen zu einem Verlust an Abstimmungsvollmachten. Die Auswirkungen sind genauso komplex wie die Auswirkungen des jetzigen Systems.

Begründung der Gegeninitiative: Hugo und Erwin - Das Bespiel

Angenommen ein hypothetischer Abstimmender „Hugo“ erhält 30 Delegationen, von denen 20 unter Ausschluss der Weiterdelegation erteilt wurden. Hugo möchte nicht selbst entscheiden, sondern einem Experten „Erwin“ vertrauen. Hugo wird sich nun zwischen folgenden Optionen entscheiden müssen: a) … <10 Stimmen weitergeben> b) … <Erwin persönlich zu fragen, … oder Erwin gar seinen Login zu geben>

Es wird folgendes deutlich: Wenn Hugo mehr Zeit aufwendet, <….> dann kann Hugo dadurch praktisch 30 Stimmen übertragen. Nutzt Hugo jedoch die Delegationsmöglichkeit des Systems, kann er nur noch 10 Stimmen übertragen. Leute, die mehr Zeit aufwenden, werden also stärker berücksichtigt. Genau das sollte aber vermieden werden.

Antwort: Es gibt vielfältige Gründe, warum man Delegiert - Zeit zu sparen ist nur einer davon. In diesem Beispiel delegieren 20 Personen so an Hugo, das daraus hervorgeht: Wir möchten das du selbst abstimmst! Wenn Hugo dies ignoriert so ist der Verlust an Vollmachten, den er damit erleidet vollkommen gerechtfertigt. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Hugo wird explizit belohnt, wenn er mehr Zeit aufwendet!

Lässt sich Hugo beraten, so entscheidet er ja immer noch selbst. Gibt er sein Login weiter “um Zeit zu sparen” und den Verlust an Macht zu verhindern, hat er es nicht verdient überhaupt Delegierter zu sein und sollte vom System ausgeschlossen werden. Die mögliche Weitergaben des Logins ist ein typisches Totschlag-Argument. Folgt man diesem in all seinen Konsequenzen können wir das System auch abschalten!

Begründung der Gegeninitiative: Hugo wird gedrängt zu manipulieren

Ein weiterer Nebeneffekt: Dadurch, dass Hugo gedrängt wird, die Delegation an Erwin “im Verborgenen” (z.B. in Form eines Telefonanrufs) auszuführen, merken die Delegierenden nicht, dass die Stimme letztendlich nicht von Hugo sondern von Erwin kommt. Das Gesamtsystem wird also intransparenter.

Antwort: Wird hier gerade damit argumentiert das man Delegierten nicht vertrauen sollte? Wird hier gerade argumentiert, das Delegierte alles tun würden um einen Verlust an Macht zu vermeiden ?

Begründung der Gegeninitiative: Freie Wahl

  • Delegationsgeber müssen beachten, ob Delegationsempfänger Delegationen beschränkt, keine freie Wahl des Delegationsempfängers

Antwort: Oben wird argumentiert, das man die Freiheit des Delegationsempfängers (Delegierten) nicht einschränken soll. Jetzt wird argumentiert, das man die Freiheit des Delegationsgebers (Delegat) nicht einschränken soll. Wenn das einzige Ziel des Delegationsgebers ist, dass seine Stimme nicht verfällt und es im egal ist über wie viele Ebenen diese Stimme an irgend eine Person weitergegeben wird, dann sollte er sich vieleicht gleich einen sehr aktiven Teilnehmer suchen und an diesen delegieren.

Begründung der Gegeninitiative: Sonstiges

  • Bestehende Delegationen verlieren ihr Stimmgewicht, Gleichgewicht im System ändert sich zugunsten derer, die keine Begrenzung verwenden.

Antwort: An bestehenden Delegationen ändert sich garnichts. Wie sich die Gleichgewichte im System verändern, wenn wir diese neue Steuerungsmöglichkeit einführen werden wir sehen. Das Verhalten der Teilnehmer des System vorhersagen zu wollen finde ich ziemlich vermessen.

  • Bei Delegation führt neben der direkten Inaktivität des Delegationsempfängers der Faktor der Begrenzung der Faktor Begrenzung zum Verlust des Stimmgewichts. Bei Verlust von Stimmgewicht, dass durch Delegationsvergabe aufgefangen werden soll, entspricht das Ergebnis vom Inhalt her nicht dem der Teilnehmer, die sich direkt und indirekt beteiligt haben.

Antwort: Die immer wiederkehrende Argumentation mit dem “Verlust an Stimmengewicht” ist entlarvend.

  • Delegationen werden nach fachlichen und sozialen Aspekten vergeben, es gibt keinen Zwang zur fachlichen Delegation.

Antwort: Ja und ?

Letzer Abschnitt der Gegeninitiative: Was also tun

  • selbst bei Themen und Themenbereichen direkt aktiv werden und eine höhere Auswahl an Delegationsmöglichkeiten zu schaffen

Antwort: Wenn alle aktiv wäre bräuchten wir keine Delegation. Die Möglichkeit Delegationen besser zu steuern, wird die Anzahl der Delegationen insgesammt erhöhen.

  • Die Entscheidung Dritter, wie sie ihr Stimmgewicht einsetzen, in jedem Falle respektieren,Diese Teilnehmer sind unter keinen Druck zu setzen, so dass sie gezwungen sind, sich strategisch zu verhalten.

Antwort: Umgehrt: Die Entscheidung desjenigen, der eine Abstimmungsvollmacht erteilt repektieren.


Alle Initiativen des Themas 2097:


Vorschläge der Initiative:

Abgelegt unter Bereich 14 Thema 2097 Initiative 3705 Vorschlag

0 Anmerkungen

Geänderte Initiative 3705 'Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar' in Thema 2097 in 'LiquidFeedback Weiterentwicklung'

Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/2097.html


Der Initiativtext wurde geändert.


Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/3705.html

Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar

Delegationstiefe

Zusätzlich zum zeitlichen Verfall soll für jeden Nutzer die Tiefe seiner Delegations-Vererbung einstellbar sein, z.b. maximal 2 Ebenen oder eben (wie aktuell) unendlich.

Beispiele:

  • A delegiert an B mit Delegationstiefe = 1: B kann die Stimme verwenden, wenn er selbst abstimmt. Delegiert er weiter an C so wird die Stimme von A nicht mit delegiert, d.h. C kann nur mit der Stimme von B abstimmen.
  • A delegiert an B mit Delegationstiefe = 2: B kann die Stimme von A verwenden oder an C delegieren. C kann nun mit den Stimmen von A und B abstimmen. Delegiert C weiter, so wird die Stimme von A nicht mit delegiert.
  • usw.

Globalisierung

Ebenso soll jeder Nutzer einstellen können, ob thematische bzw. Themegruppen-Delegationen auch vererbt werden sollen, wenn die Delegation auf einer anderen Ebene stattfindet (global). Nennen wir diese Option: Globalisierung (Ja/Nein).

Beispiele:

  • A delegiert für Themenbereich TB-XY an B, B hat eine globale Delegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C nur mit der Stimme von B abstimmen. In der aktuellen Implementierung erhält C die Stimmen von A und B. Wobei die Stimme von A nur für TB-XY gilt.
  • A delegiert für Thema T-4711 an B, B hat eine Themenbereichsdelegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C nur mit der Stimme von B abstimmen. In der aktuellen Implementierung erhält C die Stimmen von A und B. Wobei die Stimme von A nur für T-4111 gilt.
  • A delegiert wieder für Themenbereich TB-XY an B, B hat aber für Themenbereich TB-XY eine Delegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C trotzdem mit der Stimme von A und B abstimmen. Das gleiche gilt wenn B für ein Thema in Themenbereich TB-XY eine Delegation an D vornimmt.

Visualisierung der Auswirkungen

Die Tatsache, das durch diese Optionen empfangen Delegationen unterschiedliche Eigenschaften haben, soll dem Delegierten in geeigneter Weise dargestellt werden. Insbesondere bei der Weitergabe von Delegationen soll er auf die Auswirkungen (Verlust an x Delegationen aufgrund der obigen Optionen) hingewiesen werden.


Begründung:

Die hier vorgeschlagenen Einstellungsoptionen zur Steuerung von Delegationen geben dem Delegationsgeber (Delegat) größere Kontrolle über die Abstimmungvollmacht, die er mit der Delegation erteilt. Eine Delegation ist kein Geschenk an den Delegierten. Es ist eine Vollmacht im Namen des Delegaten an einer Abstimmung teilzunehmen. Wer sein Auto verleiht, möchte ja auch kontrollieren, wer sich alles ans Steuer setzt.

Diese Optionen sollten mehrere postiive Auswirkungen auf das System haben:

  • Mehr Teilnahme am System durch die Delegierten: Wenn ein Delegierter viele Abstimmungvollmachten erhält, die er nur selbst ausüben aber nicht weiterdelegieren kann. So stellt dies eine explizite Belohnung für die Mitarbeit im System dar: Wenn du selbst entscheidest hast du 100 Stimmen, wenn du weiterdelegierst nur 30.
  • Mehr Delegationen als bisher: Teilnehmer, die bisher davor zurückgeschreckt sind Delegationen zu erteilen, weil Sie nicht möchten, dass Ihre Delegation über irgend eine Delegationskette bei einer ihnen unbekannten Person landet, haben jetzt auch die Möglichkeit zu delegieren.
    • Ich möchte an jemanden persönlich delegieren ⇒ Delegationstiefe: 1
    • Ich möchte global an eine gut vernetzte Person delegieren die für mich den richtigen Experten auswählt ? ⇒ Delegationstiefe: 2
    • Ich möchte explizit für einen Themenbereich oder ein Thema delegieren. Diese Delegation soll aber nicht über eine (ev. schon lange bestehende) globale Delegation weitergegeben werden ? ⇒ Globalisierung: Nein.
  • Der Effekt, das sich im Delegationsnetzwerk Stimmen bei wenigen Personen akkumulieren, wird veringert.
  • Insgesammt können diese Optionen dazu führen die Komplexität des Delegationsnetzwerks zu veringern und damit das Verhalten des System für den einzelnen besser verständlich zu machen.

Sonstige Auswirkungen:

  • Da es sich um zwei Einstellungsoptionen handelt, ändert sich für alle vorhanden Delegationen und Teilnehmer zunächst nichts.
  • Für Delegierte entsteht ein gewisser Zwang, die Art der Delegation zu beachten. Dies ist aber gewollt.

Anregungen

Zu allen Anregungen wurde im zugehörigen Diskussionspad Stellung genommen:


Anmerkungen zur Gegeninitiatiive

Zunächsteinmal sei die Bemerkung erlaubt, daß eine Gegeninitiative, welche nur die Beibehaltung des Status quo fordert meiner Ansicht nach den Prinzipien von LiquidFeedback zu wider läuft. Alle Verfahren in LQFB sind auf zusammenarbeit ausgelegt. So sind z.B. Anregungen explizit dazu gedacht, einen Vorschlag zu verbessern, weshalb man auch automatisch potentieller Unterstüzter wird, wenn man einen Änderungsvorschlag macht. Reine Kritik und Diskussionen zu einer Initiative sollten nach dem Willen der Entwickler ausserhalb des Systems stattfinden (dafür wird jeder Initiative ja entweder eine Wiki-Seite oder ein Pad zugeordnet). Wer eine Initiative nicht mag, aber als Alternativvorschlag nur “Nichts ändern” hat, der kann in der Abstimmung ja dagagenstimmen.

Im folgenden wird auf alle Punkte der Gegeninitiative eingegangen: Der Orginaltext wurde teilweise zur besseren Übersichtlichkeit gekürzt.

Text der Gegeninitiative

Das derzeitige Delegationssystem wird weiter genutzt, die Teilnehmer haben sich bereits für eine Beschränkung der Dauer einer Delegation entschieden, die im System umgesetzt ist.

Antwort: Die Beschränkung der Dauer der Delegationen hat einen ganz anderen Zweck als der Vorschlag in dieser Initiative. Die Laufzeitbeschränkung soll zu größerer Teilnahme am System anregen und die Delegaten zur Überprüfung ihrer Delegationen bringen. Es verhindert auch eine Verzerrung von Abstimmungen durch Personen die längst keinerlei Interesse mehr an diesem Abstimmungsystem haben.

Bei der Forderung nach Begrenzung der Wirkung von Delegation darüber hinaus, werden die Antragsteller gebeten die technischen und nicht-technischen Konsequenzen eines modifizierten Delegationssystems zu berücksichtigen.

Antwort: Bzgl. nicht-technischer Konsequenzen siehe Begründung oben. Bzgl. technischer Konsequenzen: Einer der Antragsteller ist Diplom Informatiker und Software Architekt mit 20 Jahre Berufserfahrung und durchaus in der Lage die technischen Konsequenzen adäquat einzuschätzen.

Insgesammt wird wie oben schon gesagt, mit der Gegeninitiative nichts gefordert - außer dem Status quo - sondern nur kritisiert und argumentiert.

Begründung der Gegeninitiative: Jeder Teilnehmer ist gleichbereichtigt

Dass übertragenes Stimmgewicht nur im eigenen Sinne genutzt wird, lässt sich technisch nicht erzwingen. Jeder Teilnehmer am System ist gleichberechtigt gegenüber den anderen Teilnehmern. <.. gekürzt …> Die Entscheidung bei Übertragung der Delegation heißt - Ich will so entscheiden, wie derjenige, dem ich mein Stimmgewicht übertrage.

Antwort: Auch wenn von den Gegnern von Delegated Voting immer wieder mit den unterschiedlichen Stimmgewicht der Teilnehmer am System argumentiert wird: Alle Teilnehmer am System haben eine Stimme und damit auch das gleich Stimmengewicht. Die Delegation von Stimmen entspricht dem Erteilen einer Abstimmungsvollmacht. Der Teilnehmer kann aus allen möglichen Gründen entscheiden einen Vollmacht zu erteilen. Mit dieser Initiative soll dem Delegaten größere Kontrolle beim Erteilen einer solchen Vollmacht ermöglicht werden.

Ein Delegierter kann immer in einer Art und Weise abstimmen, die dem Willen des Delegierenden zuwider läuft. Hierbei kann der Delegierte sich auch ohne Weiterdelegation von einem Dritten beeinflussen lassen

Antwort: Jede Art von Delegation beinhaltet einen Kontrollverlust gegenüber eigenem Handeln. Durch eine Beschränkung der Delegationsweitergaben gibt man aber dem Delegierten Hinweise, wie er die Abstimmungsvollmacht verwenden soll. Wie er mit diesem Mandat umgeht liegt selbstverständlich in seiner Verantwortung.

Begründung der Gegeninitiative: Erhalt von Delegationen wird begrenzt

Jede Begrenzung der Delegation in ihrer Ausbreitung und in ihrer Art wird das System der Gleichberechtigung untergraben. Zu einem ist durch die Begrenzung auf eine fixe Anzahl von Ebenen die Möglichkeit zum Erhalt von Delegationen begrenzt und zum anderen kommt dieses mit einem Verlust von Stimmgewicht gleich. Die Auswirkungen dieses Verlustes sind nicht linear sondern aufgrund der vorhandenen Vernetzung der Teilnehmer komplex.

Antwort: Mit Gleichberechtigung hat das ganze gar nichts zu tun - sorry. Das Argument, das die Begrenzung der Delegationstiefe die Möglichkeit zum Erhalt von Delegationen begrenzt ist witizig. Das ist ja genau Sinn der Initiative. So kann ein Delegat einschränken das seine Stimme an Personen weiterdelegiert wird, die er nicht kennt. Dies führt selbstverständlich bei diesen Personen zu einem Verlust an Abstimmungsvollmachten. Die Auswirkungen sind genauso komplex wie die Auswirkungen des jetzigen Systems.

Begründung der Gegeninitiative: Hugo und Erwin - Das Bespiel

Angenommen ein hypothetischer Abstimmender „Hugo“ erhält 30 Delegationen, von denen 20 unter Ausschluss der Weiterdelegation erteilt wurden. Hugo möchte nicht selbst entscheiden, sondern einem Experten „Erwin“ vertrauen. Hugo wird sich nun zwischen folgenden Optionen entscheiden müssen: a) … <10 Stimmen weitergeben> b) … <Erwin persönlich zu fragen, … oder Erwin gar seinen Login zu geben>

Es wird folgendes deutlich: Wenn Hugo mehr Zeit aufwendet, <….> dann kann Hugo dadurch praktisch 30 Stimmen übertragen. Nutzt Hugo jedoch die Delegationsmöglichkeit des Systems, kann er nur noch 10 Stimmen übertragen. Leute, die mehr Zeit aufwenden, werden also stärker berücksichtigt. Genau das sollte aber vermieden werden.

Antwort: Es gibt vielfältige Gründe, warum man Delegiert - Zeit zu sparen ist nur einer davon. In diesem Beispiel delegieren 20 Personen so an Hugo, das daraus hervorgeht: Wir möchten das du selbst abstimmst! Wenn Hugo dies ignoriert so ist der Verlust an Vollmachten, den er damit erleidet vollkommen gerechtfertigt. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Hugo wird explizit belohnt, wenn er mehr Zeit aufwendet!

Lässt sich Hugo beraten, so entscheidet er ja immer noch selbst. Gibt er sein Login weiter “um Zeit zu sparen” und den Verlust an Macht zu verhindern, hat er es nicht verdient überhaupt Delegierter zu sein und sollte vom System ausgeschlossen werden. Die mögliche Weitergaben des Logins ist ein typisches Totschlag-Argument. Folgt man diesem in all seinen Konsequenzen können wir das System auch abschalten!

Begründung der Gegeninitiative: Hugo wird gedrängt zu manipulieren

Ein weiterer Nebeneffekt: Dadurch, dass Hugo gedrängt wird, die Delegation an Erwin “im Verborgenen” (z.B. in Form eines Telefonanrufs) auszuführen, merken die Delegierenden nicht, dass die Stimme letztendlich nicht von Hugo sondern von Erwin kommt. Das Gesamtsystem wird also intransparenter.

Antwort: Wird hier gerade damit argumentiert das man Delegierten nicht vertrauen sollte? Wird hier gerade argumentiert, das Delegierte alles tun würden um einen Verlust an Macht zu vermeiden ?

Begründung der Gegeninitiative: Freie Wahl

  • Delegationsgeber müssen beachten, ob Delegationsempfänger Delegationen beschränkt, keine freie Wahl des Delegationsempfängers

Antwort: Oben wird argumentiert, das man die Freiheit des Delegationsempfängers (Delegierten) nicht einschränken soll. Jetzt wird argumentiert, das man die Freiheit des Delegationsgebers (Delegat) nicht einschränken soll. Wenn das einzige Ziel des Delegationsgebers ist, dass seine Stimme nicht verfällt und es im egal ist über wie viele Ebenen diese Stimme an irgend eine Person weitergegeben wird, dann sollte er sich vieleicht gleich einen sehr aktiven Teilnehmer suchen und an diesen delegieren.

Begründung der Gegeninitiative: Sonstiges

  • Bestehende Delegationen verlieren ihr Stimmgewicht, Gleichgewicht im System ändert sich zugunsten derer, die keine Begrenzung verwenden.

Antwort: An bestehenden Delegationen ändert sich garnichts. Wie sich die Gleichgewichte im System verändern, wenn wir diese neue Steuerungsmöglichkeit einführen werden wir sehen. Das Verhalten der Teilnehmer des System vorhersagen zu wollen finde ich ziemlich vermessen.

  • Bei Delegation führt neben der direkten Inaktivität des Delegationsempfängers der Faktor der Begrenzung der Faktor Begrenzung zum Verlust des Stimmgewichts. Bei Verlust von Stimmgewicht, dass durch Delegationsvergabe aufgefangen werden soll, entspricht das Ergebnis vom Inhalt her nicht dem der Teilnehmer, die sich direkt und indirekt beteiligt haben.

Antwort: Die immer wiederkehrende Argumentation mit dem “Verlust an Stimmengewicht” ist entlarvend.

  • Delegationen werden nach fachlichen und sozialen Aspekten vergeben, es gibt keinen Zwang zur fachlichen Delegation.

Antwort: Ja und ?

Letzer Abschnitt der Gegeninitiative: Was also tun

  • selbst bei Themen und Themenbereichen direkt aktiv werden und eine höhere Auswahl an Delegationsmöglichkeiten zu schaffen

Antwort: Wenn alle aktiv wäre bräuchten wir keine Delegation. Die Möglichkeit Delegationen besser zu steuern, wird die Anzahl der Delegationen insgesammt erhöhen.

  • Die Entscheidung Dritter, wie sie ihr Stimmgewicht einsetzen, in jedem Falle respektieren,Diese Teilnehmer sind unter keinen Druck zu setzen, so dass sie gezwungen sind, sich strategisch zu verhalten.

Antwort: Umgehrt: Die Entscheidung desjenigen, der eine Abstimmungsvollmacht erteilt repektieren.


Alle Initiativen des Themas 2097:


Vorschläge der Initiative:

Abgelegt unter Bereich 14 Thema 2097 Initiative 3705 Vorschlag

0 Anmerkungen

Geänderte Initiative 3705 'Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar' in Thema 2097 in 'LiquidFeedback Weiterentwicklung'

Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/2097.html


Der Initiativtext wurde geändert.


Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/3705.html

Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar

Delegationstiefe

Zusätzlich zum zeitlichen Verfall soll für jeden Nutzer die Tiefe seiner Delegations-Vererbung einstellbar sein, z.b. maximal 2 Ebenen oder eben (wie aktuell) unendlich.

Beispiele:

  • A delegiert an B mit Delegationstiefe = 1: B kann die Stimme verwenden, wenn er selbst abstimmt. Delegiert er weiter an C so wird die Stimme von A nicht mit delegiert, d.h. C kann nur mit der Stimme von B abstimmen.
  • A delegiert an B mit Delegationstiefe = 2: B kann die Stimme von A verwenden oder an C delegieren. C kann nun mit den Stimmen von A und B abstimmen. Delegiert C weiter, so wird die Stimme von A nicht mit delegiert.
  • usw.

Globalisierung

Ebenso soll jeder Nutzer einstellen können, ob thematische bzw. Themegruppen-Delegationen auch vererbt werden sollen, wenn die Delegation auf einer anderen Ebene stattfindet (global). Nennen wir diese Option: Globalisierung (Ja/Nein).

Beispiele:

  • A delegiert für Themenbereich TB-XY an B, B hat eine globale Delegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C nur mit der Stimme von B abstimmen. In der aktuellen Implementierung erhält C die Stimmen von A und B. Wobei die Stimme von A nur für TB-XY gilt.
  • A delegiert für Thema T-4711 an B, B hat eine Themenbereichsdelegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C nur mit der Stimme von B abstimmen. In der aktuellen Implementierung erhält C die Stimmen von A und B. Wobei die Stimme von A nur für T-4111 gilt.
  • A delegiert wieder für Themenbereich TB-XY an B, B hat aber für Themenbereich TB-XY eine Delegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C trotzdem mit der Stimme von A und B abstimmen. Das gleiche gilt wenn B für ein Thema in Themenbereich TB-XY eine Delegation an D vornimmt.

Begründung: (wird noch überarbeitet, siehe Hinweis)

Die Realität des aktuellen LQFB-Betriebes hat gezeigt, das durch Vererbung und globale Delegation Personen über Themen mit extremer Machtfülle abstimmen können, obwohl sie nicht explizit dazu delegiert wurden. Es gibt leider sehr viele “Spaß-Delegationen” oder Delegationen die auf Medienpräsenz / innerparteilicher Lautstärke basieren und nicht auf fachlicher Qualifikation.

Superdelegierte sind lohnende Angriffsziele von Lobbyisten und können nicht unserem Verständnis von Demkoratie entsprechen.

Hinweis: Am Mittwoch den 11 Juli um 20 Uhr findet in der AG Liquid Democracy eine Diskussion über dieses Thema statt.

Anregungen

Zu allen Anregungen wurde im zugehörigen Diskussionspad Stellung genommen:

Anmerkungen zur Gegeninitiatiive

Zunächsteinmal sei die Bemerkung erlaubt, daß eine Gegeninitiative, welche nur die Beibehaltung des Status quo fordert meiner Ansicht nach den Prinzipien von LiquidFeedback zu wider läuft. Alle Verfahren in LQFB sind auf zusammenarbeit ausgelegt. So sind z.B. Anregungen explizit dazu gedacht, einen Vorschlag zu verbessern, weshalb man auch automatisch potentieller Unterstüzter wird, wenn man einen Änderungsvorschlag macht. Reine Kritik und Diskussionen zu einer Initiative sollten nach dem Willen der Entwickler ausserhalb des Systems stattfinden (dafür wird jeder Initiative ja entweder eine Wiki-Seite oder ein Pad zugeordnet). Wer eine Initiative nicht mag, aber als Alternativvorschlag nur “Nichts ändern” hat, der kann in der Abstimmung ja dagagenstimmen.

Im folgenden wird auf alle Punkte der Gegeninitiative eingegangen: Der Orginaltext wurde teilweise zur besseren Übersichtlichkeit gekürzt.

Text der Gegeninitiative

Das derzeitige Delegationssystem wird weiter genutzt, die Teilnehmer haben sich bereits für eine Beschränkung der Dauer einer Delegation entschieden, die im System umgesetzt ist.

Antwort: Die Beschränkung der Dauer der Delegationen hat einen ganz anderen Zweck als der Vorschlag in dieser Initiative. Die Laufzeitbeschränkung soll zu größerer Teilnahme am System anregen und die Delegaten zur Überprüfung ihrer Delegationen bringen. Es verhindert auch eine Verzerrung von Abstimmungen durch Personen die längst keinerlei Interesse mehr an diesem Abstimmungsystem haben.

Bei der Forderung nach Begrenzung der Wirkung von Delegation darüber hinaus, werden die Antragsteller gebeten die technischen und nicht-technischen Konsequenzen eines modifizierten Delegationssystems zu berücksichtigen.

Antwort: Bzgl. nicht-technischer Konsequenzen siehe Begründung oben. Bzgl. technischer Konsequenzen: Einer der Antragsteller ist Diplom Informatiker und Software Architekt mit 20 Jahre Berufserfahrung und durchaus in der Lage die technischen Konsequenzen adäquat einzuschätzen.

Insgesammt wird wie oben schon gesagt, mit der Gegeninitiative nichts gefordert - außer dem Status quo - sondern nur kritisiert und argumentiert.

Begründung der Gegeninitiative: Jeder Teilnehmer ist gleichbereichtigt

Dass übertragenes Stimmgewicht nur im eigenen Sinne genutzt wird, lässt sich technisch nicht erzwingen. Jeder Teilnehmer am System ist gleichberechtigt gegenüber den anderen Teilnehmern. <.. gekürzt …> Die Entscheidung bei Übertragung der Delegation heißt - Ich will so entscheiden, wie derjenige, dem ich mein Stimmgewicht übertrage.

Antwort: Auch wenn von den Gegnern von Delegated Voting immer wieder mit den unterschiedlichen Stimmgewicht der Teilnehmer am System argumentiert wird: Alle Teilnehmer am System haben eine Stimme und damit auch das gleich Stimmengewicht. Die Delegation von Stimmen entspricht dem Erteilen einer Abstimmungsvollmacht. Der Teilnehmer kann aus allen möglichen Gründen entscheiden einen Vollmacht zu erteilen. Mit dieser Initiative soll dem Delegaten größere Kontrolle beim Erteilen einer solchen Vollmacht ermöglicht werden.

Ein Delegierter kann immer in einer Art und Weise abstimmen, die dem Willen des Delegierenden zuwider läuft. Hierbei kann der Delegierte sich auch ohne Weiterdelegation von einem Dritten beeinflussen lassen

Antwort: Jede Art von Delegation beinhaltet einen Kontrollverlust gegenüber eigenem Handeln. Durch eine Beschränkung der Delegationsweitergaben gibt man aber dem Delegierten Hinweise, wie er die Abstimmungsvollmacht verwenden soll. Wie er mit diesem Mandat umgeht liegt selbstverständlich in seiner Verantwortung.

Begründung der Gegeninitiative: Erhalt von Delegationen wird begrenzt

Jede Begrenzung der Delegation in ihrer Ausbreitung und in ihrer Art wird das System der Gleichberechtigung untergraben. Zu einem ist durch die Begrenzung auf eine fixe Anzahl von Ebenen die Möglichkeit zum Erhalt von Delegationen begrenzt und zum anderen kommt dieses mit einem Verlust von Stimmgewicht gleich. Die Auswirkungen dieses Verlustes sind nicht linear sondern aufgrund der vorhandenen Vernetzung der Teilnehmer komplex.

Antwort: Mit Gleichberechtigung hat das ganze gar nichts zu tun - sorry. Das Argument, das die Begrenzung der Delegationstiefe die Möglichkeit zum Erhalt von Delegationen begrenzt ist witizig. Das ist ja genau Sinn der Initiative. So kann ein Delegat einschränken das seine Stimme an Personen weiterdelegiert wird, die er nicht kennt. Dies führt selbstverständlich bei diesen Personen zu einem Verlust an Abstimmungsvollmachten. Die Auswirkungen sind genauso komplex wie die Auswirkungen des jetzigen Systems.

Begründung der Gegeninitiative: Hugo und Erwin - Das Bespiel

Angenommen ein hypothetischer Abstimmender „Hugo“ erhält 30 Delegationen, von denen 20 unter Ausschluss der Weiterdelegation erteilt wurden. Hugo möchte nicht selbst entscheiden, sondern einem Experten „Erwin“ vertrauen. Hugo wird sich nun zwischen folgenden Optionen entscheiden müssen: a) … <10 Stimmen weitergeben> b) … <Erwin persönlich zu fragen, … oder Erwin gar seinen Login zu geben>

Es wird folgendes deutlich: Wenn Hugo mehr Zeit aufwendet, <….> dann kann Hugo dadurch praktisch 30 Stimmen übertragen. Nutzt Hugo jedoch die Delegationsmöglichkeit des Systems, kann er nur noch 10 Stimmen übertragen. Leute, die mehr Zeit aufwenden, werden also stärker berücksichtigt. Genau das sollte aber vermieden werden.

Antwort: Es gibt vielfältige Gründe, warum man Delegiert - Zeit zu sparen ist nur einer davon. In diesem Beispiel delegieren 20 Personen so an Hugo, das daraus hervorgeht: Wir möchten das du selbst abstimmst! Wenn Hugo dies ignoriert so ist der Verlust an Vollmachten, den er damit erleidet vollkommen gerechtfertigt. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Hugo wird explizit belohnt, wenn er mehr Zeit aufwendet!

Lässt sich Hugo beraten, so entscheidet er ja immer noch selbst. Gibt er sein Login weiter “um Zeit zu sparen” und den Verlust an Macht zu verhindern, hat er es nicht verdient überhaupt Delegierter zu sein und sollte vom System ausgeschlossen werden. Die mögliche Weitergaben des Logins ist ein typisches Totschlag-Argument. Folgt man diesem in all seinen Konsequenzen können wir das System auch abschalten!

Begründung der Gegeninitiative: Hugo wird gedrängt zu manipulieren

Ein weiterer Nebeneffekt: Dadurch, dass Hugo gedrängt wird, die Delegation an Erwin “im Verborgenen” (z.B. in Form eines Telefonanrufs) auszuführen, merken die Delegierenden nicht, dass die Stimme letztendlich nicht von Hugo sondern von Erwin kommt. Das Gesamtsystem wird also intransparenter.

Antwort: Wird hier gerade damit argumentiert das man Delegierten nicht vertrauen sollte? Wird hier gerade argumentiert, das Delegierte alles tun würden um einen Verlust an Macht zu vermeiden ?

Begründung der Gegeninitiative: Freie Wahl

  • Delegationsgeber müssen beachten, ob Delegationsempfänger Delegationen beschränkt, keine freie Wahl des Delegationsempfängers

Antwort: Oben wird argumentiert, das man die Freiheit des Delegationsempfängers (Delegierten) nicht einschränken soll. Jetzt wird argumentiert, das man die Freiheit des Delegationsgebers (Delegat) nicht einschränken soll. Wenn das einzige Ziel des Delegationsgebers ist, dass seine Stimme nicht verfällt und es im egal ist über wie viele Ebenen diese Stimme an irgend eine Person weitergegeben wird, dann sollte er sich vieleicht gleich einen sehr aktiven Teilnehmer suchen und an diesen delegieren.

Begründung der Gegeninitiative: Sonstiges

  • Bestehende Delegationen verlieren ihr Stimmgewicht, Gleichgewicht im System ändert sich zugunsten derer, die keine Begrenzung verwenden.

Antwort: An bestehenden Delegationen ändert sich garnichts. Wie sich die Gleichgewichte im System verändern, wenn wir diese neue Steuerungsmöglichkeit einführen werden wir sehen. Das Verhalten der Teilnehmer des System vorhersagen zu wollen finde ich ziemlich vermessen.

  • Bei Delegation führt neben der direkten Inaktivität des Delegationsempfängers der Faktor der Begrenzung der Faktor Begrenzung zum Verlust des Stimmgewichts. Bei Verlust von Stimmgewicht, dass durch Delegationsvergabe aufgefangen werden soll, entspricht das Ergebnis vom Inhalt her nicht dem der Teilnehmer, die sich direkt und indirekt beteiligt haben.

Antwort: Die immer wiederkehrende Argumentation mit dem “Verlust an Stimmengewicht” ist entlarvend.

  • Delegationen werden nach fachlichen und sozialen Aspekten vergeben, es gibt keinen Zwang zur fachlichen Delegation.

Antwort: Ja und ?

Gegeninitiative: Was also tun

  • selbst bei Themen und Themenbereichen direkt aktiv werden und eine höhere Auswahl an Delegationsmöglichkeiten zu schaffen

Antwort: Wenn alle aktiv wäre bräuchten wir keine Delegation. Die Möglichkeit Delegationen besser zu steuern, wird die Anzahl der Delegationen insgesammt erhöhen.

  • Die Entscheidung Dritter, wie sie ihr Stimmgewicht einsetzen, in jedem Falle respektieren,Diese Teilnehmer sind unter keinen Druck zu setzen, so dass sie gezwungen sind, sich strategisch zu verhalten.

Antwort: Umgehrt: Die Entscheidung desjenigen, der eine Abstimmungsvollmacht erteilt repektieren.


Alle Initiativen des Themas 2097:


Vorschläge der Initiative:

Abgelegt unter Bereich 14 Thema 2097 Initiative 3705 Vorschlag

0 Anmerkungen

Vorschlag 'Nur wenn man es anzeigen kann' für Initiative 3705 'Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar' in Thema 2097 in 'LiquidFeedback Weiterentwicklung'

Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/2097.html


Vorschlag: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/suggestion/show/7858.html

Nur wenn man es anzeigen kann

Bitte *in die Forderung* aufnehmen, dass für jeden Benutzer zum Zeitpunkt seiner Delegationshandlung erkennbar sein muss, a) wievlele (potentielle, d.h. wenn nicht vorher ausgeübte) Stimmen er gerade hat und b) wieviel davon durch die neue Delegation weitergegeben würde bzw. c) wieviel davon potentiell durch diese Delegationhandlung verfallen würden. Begründung: Sonst wird es noch undurchsichtiger und ein verantwortlicher Umgang von Delegierten mit ihren Stimmen wird noch mehr erschwert.



Alle Initiativen des Themas 2097:


Vorschläge der Initiative:

Abgelegt unter Bereich 14 Thema 2097 Initiative 3705

0 Anmerkungen

Geänderte Initiative 3705 'Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar' in Thema 2097 in 'LiquidFeedback Weiterentwicklung'

Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/2097.html


Der Initiativtext wurde geändert.


Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/3705.html

Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar

Delegationstiefe

Zusätzlich zum zeitlichen Verfall soll für jeden Nutzer die Tiefe seiner Delegations-Vererbung einstellbar sein, z.b. maximal 2 Ebenen oder eben (wie aktuell) unendlich.

Beispiele:

  • A delegiert an B mit Delegationstiefe = 1: B kann die Stimme verwenden, wenn er selbst abstimmt. Delegiert er weiter an C so wird die Stimme von A nicht mit delegiert, d.h. C kann nur mit der Stimme von B abstimmen.
  • A delegiert an B mit Delegationstiefe = 2: B kann die Stimme von A verwenden oder an C delegieren. C kann nun mit den Stimmen von A und B abstimmen. Delegiert C weiter, so wird die Stimme von A nicht mit delegiert.
  • usw.

Globalisierung

Ebenso soll jeder Nutzer einstellen können, ob thematische bzw. Themegruppen-Delegationen auch vererbt werden sollen, wenn die Delegation auf einer anderen Ebene stattfindet (global). Nennen wir diese Option: Globalisierung (Ja/Nein).

Beispiele:

  • A delegiert für Themenbereich TB-XY an B, B hat eine globale Delegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C nur mit der Stimme von B abstimmen. In der aktuellen Implementierung erhält C die Stimmen von A und B. Wobei die Stimme von A nur für TB-XY gilt.
  • A delegiert für Thema T-4711 an B, B hat eine Themenbereichsdelegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C nur mit der Stimme von B abstimmen. In der aktuellen Implementierung erhält C die Stimmen von A und B. Wobei die Stimme von A nur für T-4111 gilt.
  • A delegiert wieder für Themenbereich TB-XY an B, B hat aber für Themenbereich TB-XY eine Delegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C trotzdem mit der Stimme von A und B abstimmen. Das gleiche gilt wenn B für ein Thema in Themenbereich TB-XY eine Delegation an D vornimmt.

Begründung: (wird noch überarbeitet, siehe Hinweis)

Die Realität des aktuellen LQFB-Betriebes hat gezeigt, das durch Vererbung und globale Delegation Personen über Themen mit extremer Machtfülle abstimmen können, obwohl sie nicht explizit dazu delegiert wurden. Es gibt leider sehr viele “Spaß-Delegationen” oder Delegationen die auf Medienpräsenz / innerparteilicher Lautstärke basieren und nicht auf fachlicher Qualifikation.

Superdelegierte sind lohnende Angriffsziele von Lobbyisten und können nicht unserem Verständnis von Demkoratie entsprechen.

Hinweis: Am Mittwoch den 11 Juli um 20 Uhr findet in der AG Liquid Democracy eine Diskussion über dieses Thema statt.

Anregungen

Zu allen Anregungen wurde im zugehörigen Diskussionspad Stellung genommen:


Alle Initiativen des Themas 2097:


Vorschläge der Initiative:

Abgelegt unter Bereich 14 Thema 2097 Initiative 3705 Vorschlag

0 Anmerkungen

Geänderte Initiative 3705 'Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar' in Thema 2097 in 'LiquidFeedback Weiterentwicklung'

Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/2097.html


Der Initiativtext wurde geändert.


Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/3705.html

Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar

Delegationstiefe

Zusätzlich zum zeitlichen Verfall soll für jeden Nutzer die Tiefe seiner Delegations-Vererbung einstellbar sein, z.b. maximal 2 Ebenen oder eben (wie aktuell) unendlich.

Beispiele:

  • A delegiert an B mit Delegationstiefe = 1: B kann die Stimme verwenden, wenn er selbst abstimmt. Delegiert er weiter an C so wird die Stimme von A nicht mit delegiert, d.h. C kann nur mit der Stimme von B abstimmen.
  • A delegiert an B mit Delegationstiefe = 2: B kann die Stimme von A verwenden oder an C delegieren. C kann nun mit den Stimmen von A und B abstimmen. Delegiert C weiter, so wird die Stimme von A nicht mit delegiert.
  • usw.

Globalisierung

Ebenso soll jeder Nutzer einstellen können, ob thematische bzw. Themegruppen-Delegationen auch vererbt werden sollen, wenn die Delegation auf einer anderen Ebene stattfindet (global). Nennen wir diese Option: Globalisierung (Ja/Nein).

Beispiele:

  • A delegiert für Themenbereich TB-XY an B, B hat eine globale Delegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C nur mit der Stimme von B abstimmen. In der aktuellen Implementierung erhält C die Stimmen von A und B. Wobei die Stimme von A nur für TB-XY gilt.
  • A delegiert für Thema T-4711 an B, B hat eine Themenbereichsdelegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C nur mit der Stimme von B abstimmen. In der aktuellen Implementierung erhält C die Stimmen von A und B. Wobei die Stimme von A nur für T-4111 gilt.
  • A delegiert wieder für Themenbereich TB-XY an B, B hat aber für Themenbereich TB-XY eine Delegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C trotzdem mit der Stimme von A und B abstimmen. Das gleiche gilt wenn B für ein Thema in Themenbereich TB-XY eine Delegation an D vornimmt.

Begründung: (wird noch überarbeitet, siehe Hinweis)

Die Realität des aktuellen LQFB-Betriebes hat gezeigt, das durch Vererbung und globale Delegation Personen über Themen mit extremer Machtfülle abstimmen können, obwohl sie nicht explizit dazu delegiert wurden. Es gibt leider sehr viele “Spaß-Delegationen” oder Delegationen die auf Medienpräsenz / innerparteilicher Lautstärke basieren und nicht auf fachlicher Qualifikation.

Superdelegierte sind lohnende Angriffsziele von Lobbyisten und können nicht unserem Verständnis von Demkoratie entsprechen.

Hinweis: Am Mittwoch den 11 Juli um 20 Uhr findet in der AG Liquid Democracy eine Diskussion über dieses Thema statt.


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Vorschläge der Initiative:

Abgelegt unter Bereich 14 Thema 2097 Initiative 3705 Vorschlag

0 Anmerkungen

Geänderte Initiative 3705 'Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar' in Thema 2097 in 'LiquidFeedback Weiterentwicklung'

Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/2097.html


Der Initiativtext wurde geändert.


Initiative: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/3705.html

Tiefe der Delegations-Vererbung einstellbar

Delegationstiefe

Zusätzlich zum zeitlichen Verfall soll für jeden Nutzer die Tiefe seiner Delegations-Vererbung einstellbar sein, z.b. maximal 2 Ebenen oder eben (wie aktuell) unendlich.

Beispiele:

  • A delegiert an B mit Delegationstiefe = 1: B kann die Stimme verwenden, wenn er selbst abstimmt. Delegiert er weiter an C so wird die Stimme von A nicht mit delegiert, d.h. C kann nur mit der Stimme von B abstimmen.
  • A delegiert an B mit Delegationstiefe = 2: B kann die Stimme von A verwenden oder an C delegieren. C kann nun mit den Stimmen von A und B abstimmen. Delegiert C weiter, so wird die Stimme von A nicht mit delegiert.
  • usw.

Globalisierung

Ebenso soll jeder Nutzer einstellen können, ob thematische bzw. Themegruppen-Delegationen auch vererbt werden sollen, wenn die Delegation auf einer anderen Ebene stattfindet (global). Nennen wir diese Option: Globalisierung (Ja/Nein).

Beispiele:

  • A delegiert für Themenbereich TB-XY an B, B hat eine globale Delegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C nur mit der Stimme von B abstimmen. In der aktuellen Implementierung erhält C die Stimmen von A und B. Wobei die Stimme von A nur für TB-XY gilt.
  • A delegiert für Thema T-4711 an B, B hat eine Themenbereichsdelegation an C: Schränkt A seine Delegation mit Globalisierung = Nein ein, so kann C nur mit der Stimme von B abstimmen. In der aktuellen Implementierung erhält C die Stimmen von A und B. Wobei die Stimme von A nur für T-4111 gilt.

Begründung: (wird noch überarbeitet, siehe Hinweis)

Die Realität des aktuellen LQFB-Betriebes hat gezeigt, das durch Vererbung und globale Delegation Personen über Themen mit extremer Machtfülle abstimmen können, obwohl sie nicht explizit dazu delegiert wurden. Es gibt leider sehr viele “Spaß-Delegationen” oder Delegationen die auf Medienpräsenz / innerparteilicher Lautstärke basieren und nicht auf fachlicher Qualifikation.

Superdelegierte sind lohnende Angriffsziele von Lobbyisten und können nicht unserem Verständnis von Demkoratie entsprechen.

Hinweis: Am Mittwoch den 11 Juli um 20 Uhr findet in der AG Liquid Democracy eine Diskussion über dieses Thema statt.


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